Genesis G80: Ähnlichkeit mit bekannten Fahrzeugen ist rein zufällig

Was die neue Hyundai-Luxusmarke Genesis diese Woche in Seoul vorgestellt hat, ist geeignet, bei den europäischen Premiumherstellern und bei Kunden höchste Aufmerksamkeit zu wecken. Der neue Genesis G80 überrascht mit ästhetischem Design und technologischer Präsenz. Und erinnert an bekannte Wettbewerber.

Die Marke, seit ihrer Eigenständigkeit und ihrem Erscheinen in 2015, ist in Europa und vor allem in Deutschland kaum zur Geltung gekommen, geschweige denn ins Bewusstsein potentieller Käufer eingedrungen. Wir fuhren bereits 2014 einen Hyundai Genesis und wunderten uns über die Ähnlichkeit zu Audi-Modellen. Kein Wunder, denn der Designer Peter Schreyer hat vor seinem Wechsel nach Südkorea verschiedenen Audi- und VW-Modellen ihr Gesicht gegeben.

Weiterlesen

Volkswagen CEO Herbert Diess wollte mit einer „Brandrede“ das Management aufrütteln – Geht der Schuss nach hinten los?

Wenn es nach Volkswagen-Chef Herbert Diess geht, ist die traditionelle Autoindustrie am Ende ihrer Entwicklung angekommen. Das Auto werde zum „Internet-Device“.  Mit seiner Rede vor Führungskräften hat Diess aber weniger Probleme der Autoindustrie beschrieben, sondern im Wesentlichen die Probleme von Volkswagen. Dass die Rede bei den Mitarbeitern nicht gerade als Motivations-Beschleuniger wirkt, ist bis zu den Verkäufern im Handel zu spüren.

„Wir müssen heute unsere Diesel und Benziner verkaufen und sollen gleichzeitig unseren Kunden sagen, dass sie dann die aussterbende Vergangenheit kaufen und eigentlich drauf verzichten und gleich einen batterieelektrischen ID.3 nehmen sollen? Das ist ein unüberbrückbarer Widerspruch!“ sagt der Verkaufsleiter eines großen Münchner VW-Betriebs. „Mit seiner Rede hat mir Diess jede Motivation genommen, einem Kunden noch einen neuen Golf einzureden…“ Diesen müsse man aber verkaufen, „um die fragwürdige E-Mobilität zu finanzieren“. Und: “Jeden Tag fragen uns Kunden, ob sie mit einem Neukauf besser noch warten sollen. Wir müssen uns im Kopf enorm verbiegen, um unser Produkte von heute glaubhaft zu vertreten.”


Peter Schwerdtmann: Der falsche Plan – die Politik spricht mit zwei Zungen

Soviel Einigkeit scheint in der Politik selten. Die Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Fraktionen des Bundestags scheinen sich im Prinzip einig zu sein: Synthetische Kraftstoffe sind sinnvoll. Die meisten von ihnen sehen sogar eine Chance für die deutsche Industrie, hier weltweit eine Spitzenstellung zu übernehmen. Sie wollen durchstarten. Aus ihrer Sicht sind die mit Hilfe von Strom hergestellten E-Fuels genau der Stoff, der in Zukunft Flugzeuge in der Luft, Schiffe in Fahrt und Lastwagen in Bewegung halten soll – aber doch bitte keinen Personenwagen. Der soll elektrisch fahren. So ist der Plan.


CES Las Vegas: Audis Blick in die Zukunft

Wenn man die jeweils in den ersten Tagen eines neuen Jahres stattfinde CES im Spielerparadies Las Vegas besucht, wähnt man sich auf einer Automesse. Hier wird die Digitalisierung im Automobil sichtbarer als auf den Autoshows in Los Angeles, Genf, Frankfurt  oder Detroit.

Allerdings spielen die Highlights der Unterhaltungselektronik ebenfalls eine gewichtige, aber längst nicht mehr die Hauptrolle. Audi gilt als einer der ersten Hersteller, die die Consumer Electronic Show als Projektionsfläche für innovative Zukunftsentwicklungen entdeckt hat. Mittlerweile sind alle wichtigen Autohersteller in Las Vegas präsent.


Neujahrsansprache der Kanzlerin: eine Aneinanderreihung platter Floskeln

Wenn die Kanzlerin vom menschgemachten Klimawandel spricht, obwohl sie als Wissenschaftlerin die Unsicherheit dieser Behauptung kennt, zweifle ich daran, dass sie studierte Physikerin ist. Die intelligent, nein raffiniert orchestrierte Klima-Hysterie hat dazu geführt, dass mit der CO2-Schuldigsprechung die Regierung und die EU quasi eine Gelddruckmaschine generiert haben. COals Freibrief für unbegrenztes Drehen an der Steuerschraube.

Ich hatte diese Sätze gerade geschrieben, da „flatterte“ mir dieser offene Brief ins elektronische Postfach, den mir der Verein UTR |Umwelt|Technik|Recht| e.V. übermittelt hat. Absender der renommierte Diplom Chemiker Dr. rer. nat. Hans Penner.


Gastbeitrag von Peter Schwerdtmann: Bekenntnisse eines alten Autonarren

Noch spielen die Wiener Philharmoniker das traditionelle Neujahrskonzert, da erwische ich mich mitten im Konfigurator eines koreanischen Herstellers bei der Suche nach dem passenden Infotainment für ein kompaktes SUV – mit Batterieantrieb. Sollte ich doch zu den mehr als fünfzig Prozent der Deutschen gehören, die den Erwerb eines Elektroautos erwägen? Dabei haben sie mich von frühester Jugend mit Benzin großgezogen, erst für den Fiat Topolino, dann mit Gemisch für den DKW 1000 SP mit stolzen 55 PS.


Toyota C-HR: Mehr Power für den Bestseller

Dass Toyota-Chef Akio Toyoda vor einigen Jahren von seinen Designern mehr Mut forderte und ihnen auch den dafür notwendigen Freiraum einräumte, hat sich gelohnt. Beim aktuell facegelifteten C-HR (Coupé High Rider) ist das markante Design zwar nicht revidiert, gleichwohl aber gekonnt feingeschliffen worden.

Die optische Design-Überarbeitung von Front- und Heckansicht macht aus dem charaktervollen Crossover kein neues Auto, erzeugt in der Summe zahlreicher erneuerter Details aber eine moderne und gefällige Anmutung mit SUV-typischer Präsenz. Zum Beispiel mit schmalen LED-Scheinwerfern und einer skulptural geformten Front. Das Heck wird von einem aus dem Dach wachsenden Spoiler und interessant geformten Rückleuchten dominiert. Die großen Räder suchen unter muskulösen Radhäusern Schutz und suggerieren beeindruckend Geländetauglichkeit, die der Fronttriebler als Crossover, also als kompakter SUV gar nicht vorweisen will, vorweisen kann und vorweisen soll.


Gastkommentar von Peter Schwerdtmann: Von den Chinesen lernen…

China ist uns Jahre voraus bei der Elektromobilität. Das ist schon seit Jahren Mantra von Umweltaktivisten und Medien. Sie sahen die deutsche Industrie gefährdet, weil die sich angeblich weigerte, den längst angelaufenen Technologieumbruch zu akzeptieren. Da konnten sich die Grünen und sogar der autofeindliche Verein Deutsche Umwelthilfe mit seinen nicht einmal 300 Mitgliedern hinstellen und Krokodilstränen in Strömen vergießen. Mit ihren extremen Forderungen wollten sie doch nur der deutschen Automobilindustrie das Überleben ermöglichen, behaupteten sie.

Autor Peter Schwerdtmann