Wenn es nach den Medien geht, brauchen wir in Deutschland keine Strafgerichte

Auch wenn immer wieder die Floskel von der Unschuldsvermutung nachgeschoben wird, reicht es für die meisten Journalisten aus, wenn eine Staatsanwaltschaft Anklage erhoben hat, um einen Delinquenten schuldig zu sprechen. Ob Diesel-Betrugsverdacht bei Daimler oder Anklageerhebung gegen Martin Winterkorn: Für die meisten Medien gelten sie als schuldig.

Erinnern wir uns nur an die Anklage gegen den Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Vor zehn Jahren ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen Untreue und Marktmanipulation. Das Stuttgarter Landgericht wollte die Klage zunächst nicht zulassen, der Fall wurde aber vom Oberlandesgericht dann doch an eine Wirtschaftsstrafkammer verwiesen. Die Staatsanwaltschaft forderte zweieinhalb Jahre Gefängnis, das Gericht sprach Wiedeking aber mit Glanz und Gloria frei. „An den Vorwürfen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft ist nichts dran, nichts – weder vorne, noch hinten, noch in der Mitte“, urteilt der Vorsitzende Richter Frank Maurer am Stuttgarter Landgericht. Dennoch begehrte die Staatsanwaltschaft zur Gesichtswahrung mit einer Revision gegen das Urteil auf, zog sie aber wieder zurück. Auch damals hatten viele Medien den Ex-Porsche-Chef in zahlreichen Artikeln quasi schuldig gesprochen.

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Wenn der „Moderator“ die von ihm gestellten Fragen selbst beantwortet

Markus Lanz ist eine Zumutung. Wenn seine Gäste nicht oft so interessant wären, hätte die Sendung sicher weniger Zuschauer. Wenn er Fragen stellt, die Beantwortung dann selbst übernimmt, zeigt sich, dass er als Moderator eine Nullnummer ist.

Als er jüngst den Lungenfacharzt Professor Dieter Köhler zu Gast hatte, versuchte Lanz immer wieder, dem Facharzt seine eigene Feinstaub-Meinung in den Mund zu legen. Assistiert von dem SPD-Gesundheitsexperten Professor Karl Lauterbach glaubte Lanz sich sicher, Köhler aufs Kreuz legen zu können. Aber der argumentierte messerscharf zurück. Allerdings war es in der Feinstaubdiskussion, die immer mal wieder zur Stickoxid-Frage mutierte, klar, wer am längeren Hebel sitzt. Die Meinungsführerschaft beansprucht natürlich Lanz, der Mann mit seinem Perma-Lächeln mit nichts dahinter als Zähnen reißt bei widerspenstigen Gesprächspartnern gerne das Gespräch sofort wieder an sich, fällt ins Wort, unterbricht den Befragten und lässt so für Widerworte wenig Raum.


Der „neue“ VW Passat ist ein alter Freund

Obwohl der facegeliftete Passat außen kaum verändert erscheint, wird sich die Stammkundschaft nicht davon abhalten lassen, wieder zuzugreifen. Der elegante Bestseller in den Firmenfuhrparks ist vor allem digital-technologisch auf Top-Niveau geliftet worden.

Seit 1973 lief er bereits 30 Millionen Mal vom Band. Der Passat von heute hat mit dem ersten Modell außer vier Rädern und den Namen nichts gemeinsam. Der Fahrer wird im „neuen“ Passat nun von Assistenzsystemen unterstützt, die in dieser Klasse bislang völlig unbekannt waren. Darüber hinaus hat VW dem 2019er Passat mit Travel Assist die Möglichkeit gegeben, mit Reisegeschwindigkeit bis zu 219 km/h teilautomatisiert fahren zu können – eine Weltpremiere. Das System wird unter der Dachmarke IQ.DRIVE eingeordnet, unter die künftig sämtliche Assistenzsysteme gebündelt werden. Wir sind gespannt, wie sich das System im Straßenverkehr verhält. Den bislang wurde der fachgeliftete Passat nur statisch vorgestellt.


Lesetipp: Das klügere Blech gibt nach

Der Mann war ein Genie, das nur wenige kannten. Er war ein Wohltäter von unvorstellbaren Ausmaßen, denn seine zahlreichen Erfindungen für die Sicherheit im Auto retten bis heute Leben. Béla Baréyni ist der Schutzengel von Millionen Autofahrern.

Er hatte die Idee der Knautschzone. Dieser bahnbrechende Einfall sorgte für eine Revolution. Vor nunmehr 60 Jahren, im September 1959, ging die Knautschzone bei Mercedes – und damit als erstem Autobauer – in Serie. Dazu gibt es jetzt ein lesenswertes E-Book* über das unglaubliche Lebenswerk dieses Superhirns. Niemand hat sich mehr Gedanken um die Sicherheit von Autos gemacht als Béla Barényi. Ernst Fiala, promovierter Ingenieur, eine Zeit lang Büro-Nachbar von Barényi bei Mercedes und später Entwicklungsvorstand bei VW, sagte über ihn: „Im Grunde war alles, was er denkt, patentreif“ … „Er hat im Durchschnitt jeden Tag ein internationales Patent angemeldet.“ Es wurden mehr als 2000.


„Grenzwert-Leugner“ werden von Grünen-Politiker in die Reichsbürger-Ecke gedrängt

Endlich werden kompetente Stimmen gegen den Grenzwert-Irrsin laut! Dass hundert Lungenfachärzte mit ihrer massiven Kritik an grün-ideologisch begründeten Grenzwerten eine überfällige Diskussion losgetreten haben, ist ein Erfolg der Vernunft. Und dass sich nun auch die Juristen des Verkehrsgerichtstag dafür aussprechen, die Grenzwerte wissenschaftlich zu belegen bzw. zu überprüfen, macht Hoffnung, dass der Abmahnverein Umwelthilfe bald auch vor Gericht scheitern könnte.

„Wir haben lange genug von dem Verein hören müssen, dass der rein ideologisch festgesetzte niedrige Grenzwert für Stickoxid und Feinstaub wissenschaftlicher Wahrheit entspricht. Endlich hat dieser Irrsinn zumindest in seiner unangefochtenen Selbstverständlichkeit mal die Grenzen aufgezeigt bekommen.“ Der Lungenfacharzt aus Weilheim hält die so genannte „Umwelthilfe“ für eine „Ansammlung populistischer Linksgrüner“, die sich doch insgeheim „krank lachen“, die ganze Nation in eine Art Geiselhaft nehmen zu können.


Grün-ideologischer Grenzwert-Wahnsinn muss gestoppt werden

„Der Grün-Ideologische Grenzwert-Irrsinn kann nur noch mit einem Proteststurm der Bürger zu Fall gebracht werden“, ist der UTR |Umwelt|Technik|Recht| e.V. überzeugt.

Die Grenzwerte für Stickoxid von 40 Milligramm pro Kubikmeter seien reine Ideologie und Lichtjahre von einer echten Gesundheitsgefährdung entfernt. Aber der von der EU-Kommission festgesetzte Grenzwert scheine unantastbar wie eine heilige Kuh. Was die EU beschlossen hat, lasse sich nicht mehr mit vernünftigen Vorgaben beschreiben, sondern schreie geradezu nach einem Proteststurm der Bürger, appelliert der Vereinsvorstand Horst Roosen an die Öffentlichkeit.


Audi e-tron: Ab in die Wüste oder the Sound of Silence

Wenn Audi Journalisten in die Wüste schickt, ist das nicht medienpolitisch zu verstehen. Vielmehr geht es darum, die ganz speziellen Neuzugänge im Audi-Portfolio einer Art besonderer Bewährungsprobe auszusetzen. Und beeindruckend ist es in der Tat, im e-tron querwüstein rund um Abu Dhabi die automobile Zukunft zu erfahren.

Um es vorweg zu sagen: Als Batterie-Skeptiker hat man es verdammt schwer, sich den positiven Erfahrungen im neuen Audi e-tron zu verschließen. Das liegt natürlich unter anderem daran, dass die Audi-Presseabteilung bei der Fahrvorstellung jedwede E-Auto-Problematik ausgeschlossen hat. Die Reichweitenfrage stellt sich also nicht, weil die


Wie der deutsche Umwelthilfe-Verein Deutschland am Nasenring durch die juristische Manege zieht

Warum stoppt niemand den Irrsinn, der deutschen Autofahrern und den Steuerzahlern Milliarden kostet, nur weil ideologisch festgesetzte Grenzwerte zum Mantra linksgrüner Autofeinde geworden sind?

Die zu Fahrverboten führenden Urteile mögen zwar juristisch unangreifbar erscheinen, sie sind es nicht, wie uns ein Verkehrsjurist glaubhaft bestätigt. „Nennen Sie bitte meinen Namen nicht, denn dann bin ich erledigt“, sagt uns der beamtete Experte aus dem Dunstkreis des baden-württembergischen Verkehrsministeriums. Das Stichwort, das alle diesbezüglichen Urteile in Wanken bringen könnte, heißt schlicht „Verhältnismäßigkeit“. Die sei in keinem der verhängten Fahrverbote gegeben.