Nennt Audi den Avant künftig Avant_in?

Der sprachliche Unsinn der Genderisierung macht scheinbar auch vor jenen nicht halt, die mit Sprache professionell umzugehen haben. Dass nun die Audi-Kommunikationsabteilung den sperrigen Unterstrich einführt, um die Gleichberechtigung zu fördern, ist nur dem vermeintlichen Zeitgeist geschuldet, nicht dem ordentlichem Umgang mit Sprache oder der echten Gleichberechtigung. Und schon gar nicht dem Image vom Vorsprung.

Fördert die Genderisierung der Sprache wirklich die Integration von Frauen als gleichberechtigte Teile der Gesellschaft? Sprachwissenschaftler sind da geteilter Meinung, je nachdem, welchem politischen Lager sie angehören. Ich halte es wie viele meiner Kollegen und Kolleginnen für völligen Unsinn. Genauso wie die von Audi kommunizierte Begründung:

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“Die E-Mobilität wird die Umwelt mehr belasten als die Verbrenner-Mobilität”

Mit 2020 geht ein in mancherlei Hinsicht katastrophales Jahr zu Ende; für 2021 ist allerdings Licht am Horizont sichtbar. Wir haben einige Auguren der Autobranche über das vergangene Jahr und die wichtigen Zukunftsthemen befragt. Heute: Gert Hildebrand. Der Stardesigner war unter anderem mit dem Design von Opel Kadett E und VW Golf III befasst, bevor er zum Mini-Chefdesigner avancierte und schließlich für das globale Design und den Markenauftritt der chinesischen Marke Qoros verantwortlich wurde. Zuletzt hat er für den chinesischen EV-Hersteller Bordrin gearbeitet.


Hidden champion: Liqui Moly auf Rekordjagd

Für uns gehört der Ulmer Unternehmer Ernst Probst zu den absoluten Top-Unternehmern, die wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinden. Ob Formel-1-Präsenz oder Unterstützung von Essen-auf-Rädern und von Pflegediensten: Liqui Moly ist ein schwäbisches Unternehmen, das weit über die Region hinaus positive Wirkung entfaltet.

Die Bilanz liest sich in dieser Zeit wie ein Wunder: Nach einem Rekordnovember des deutschen Motoröl- und Additivproduzenten, folgt der Weihnachtsmonat mit einem weiteren Rekord und unglaublichen 38 Prozent Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.


Diesel-Urteil EuGH: „Kalter Kaffee aus Luxemburg“

Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat gesprochen – und sich zu Umschaltvorrichtungen bei Dieselmotoren geäußert. Doch dabei ist wenig Neues herausgekommen. Professor Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erläutert die Fakten. Dabei wird klar: Zu einer erneuten Kampagne gegen den Selbstzünder taugt das Urteil nicht.

Herr Professor Koch, gerade hat das EuGH ein Urteil zum Thema Dieselabgas gefällt. Betrifft dies nun alle Dieselfahrzeuge?


Fahrvorstellung Toyota Mirai: Brennstoffzelle zum Schnäppchenpreis

Entscheidend ist, was hinten rauskommt, soll einmal ein deutscher Bundeskanzler gesagt haben. Treffender könnte man es auch beim Toyota Mirai nicht formulieren. Es ist reinstes Wasser, was dem Mirai aus seinem Auspuff entweicht. Keine schädlichen Stickoxide, weder Ruß noch andere Schadstoffe. Wenn überhaupt ist das nasse Element in Form von Wasserdampf das einzige Abfallprodukt des Japaners.

Seit 2015 hält Toyota der Wasserstofftechnik die Treue. Genauso lange wie Hyundai. Ansonsten sieht es ziemlich mau aus. Mercedes wagte zwar mit dem GLC F-Cell einen Vorstoß, doch flog der im Frühjahr wieder aus dem Programm. Andere deutsche Autobauer sucht man übrigens vergebens, einzig Honda hat noch ein Serienmodell in petto. Nur fehlte den Japanern bislang der Mut, ihren Clarity auch bei uns zu etablieren. Es gibt ihn nur in vereinzelten Stückzahlen in Nordamerika und Japan.


Der neue VW Tiguan: SUV serienmäßig mit angewandter Verantwortung

Die neueste Ausgabe des VW Tiguan macht deutlich, dass die zu Unrecht pauschal kritisierten SUVs angewandte Verantwortung repräsentieren (können). Effizientere Motoren, Plug-in-Hybride und Stickoxid-optimierte Diesel machen aus dem weltweit erfolgreichsten Volkswagen ein nach wie vor nachhaltiges Automobil, das in Europa das meist verkaufte SUV ist und allein im letzten Jahr 911.000mal gebaut wurde.

Wir haben uns bei unserer Testfahrt für jenen Tiguan entschieden, der bei aller Vernunft als das Flaggschiff der SUV-Baureihe fahrdynamisch Bestwerte im Segment garantiert: das Performance-Modell Tiguan R mit 320 PS und exklusiver Ausstattung. Wenn ein Auto, zumal ein SUV, mit Launch Control in 4,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigt und bis zu 250 km/h schnell fahren kann, ist das „R“ im Namen und der


Volkswagen verabschiedet sich aus dem Verbrenner-Motorsport

Die Konsequenz von Volkswagen in Richtung Elektromobilität ist beeindruckend. CEO Herbert Diess setzt mit dem Ausstieg aus dem fossilgetriebenen Motorsport ein weiteres Zeichen auf dem zur Ultima Ratio erklärten Weg zur E-Mobilität. Know-how aus dem Elektro-Motorsport fließt künftig in Entwicklung der ID. Familie ein. Wenn da nicht auch Inkonsequenz zu sehen wäre.

Aber im Ernst: Wie sollte sich ein solcher Schwenk denn sonst bewerkstelligen, sprich finanzieren lassen, wenn nicht auch mit Benzinern und Diesel das Geld verdient werden muss, den Richtungswechsel zu bezahlen. „Es ist nicht leicht, Werbung für unsere Top-Verbrennungsmotoren zu machen und auf der anderen Seite zu kommunizieren, dass Verbrenner eigentlich passé zu sein haben“, macht ein Marketing-Experte den Spagat in der Kommunikation deutlich. „Und wenn sich dann herausstellt, dass der E-Weg nicht zum massentauglichen Erfolg geworden ist, dann gute Nacht….“


Prof. Thomas Koch (KIT): „Wer den Stickoxid-Ausstoß wirklich auf null setzen möchte, müsste die Elektro-Flotte sofort verbieten“

Droht dem Verbrennungsmotor das Aus? So könnte man die jüngsten Vorschläge des pan-europäischen “Advisory Board on Vehicle Emission Vehicles Standards” (AGVES) interpretieren. Was dort ausgebrütet wurde, besitzt industriepolitisches Sprengpotential. Professor Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mahnt im Interview, bei den Vorgaben Realismus walten zu lassen – auch um der europäischen Idee nicht zu schaden.

Interview von Jens Meiners mit Thomas Koch.

 

Herr Professor Koch, wie ordnen Sie die Vorschläge des Expertenpanels zur EU-7-Norm ein?