Die Stimmungsmacher: Wie schnell wir Studien- oder Umfrageergebnisse auf den Leim gehen.

Von Harald Kaiser

Autos? Igitt, um Gotteswillen! Das ist das Fortbewegungsmittel von Uropa. Heute sind Lastenfahrräder angesagt. Für die soll es nach Ansicht der Grünen möglichst auch eine Kaufprä-mie geben – wenn die Herrschaften denn an der nächsten Bundesregierung beteiligt sein sollten. Geschafft haben sie aber schon mal, dass die Lastenfahrrad-Nummer Verbreitung in den Medien fand. Und damit haben sie auf alle Fälle die erhoffte Aufmerksamkeit bekommen.

Weiterlesen

E-Mobilität: Wurde die CO2-Bilanz falsch berechnet?

Es wäre ein Irrtum, der die Mobilitätsstrategie der EU im Rahmen des „Green Deal“ auf den Kopf stellen würde: 171 Wissenschaftler haben in einem offenen Brief an die EU-Kommission auf Rechenfehler bei der CO2-Bilanzierung von Elektromobilität hingewiesen. Worum es geht, erläutert einer der Verfasser, Professor Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), im Gespräch mit Jens Meiners von der Autoren-Union Mobilität.

Herr Professor Koch, wo liegt der Denk- und Rechenfehler, den Sie kritisieren?


Audi verabschiedet sich ab 2026 vom Verbrenner– China hält bis 2060 daran fest

„Der politische Druck ist einfach zu groß geworden“, sagt ein Ex-Entwicklungsvorstand eines deutschen Premiumherstellers zum Thema Verbrenner-Aus. Von Audi aktuell verkündet, werde diese Entscheidung den Automarkt dramatisch verändern. „Die Entscheidung ist offensichtlich auf Druck von VW-Chef Herbert Diess gefallen, der den gesamten Konzern auf Strom umpolen will.“

Die Entscheidung werde Audi auf die Füße fallen, weil damit auch aktuellen Audi-Kunden suggeriert werde, dass sie aufs falsche Pferd setzen, wenn sie heute noch einen Audi-Verbrenner kaufen. Audi-Kunden würden sich von ihrer Firma im Stich gelassen, ja sogar verraten fühlen.



Kunden oder Kund_innen: Bei Audi wächst der Widerstand gegen Gendersprache

„Statt Gender-Sprech zu praktizieren, sollten wir uns besser auf die Weiterentwicklung unserer Fahrzeuge, den Vorsprung durch Technologie konzentrieren“, schimpft ein nicht unbedeutender Audi-Mann aus dem Entwicklungsressort. Er ist nicht der einzige, der Audianer_innen-Schreibeweise für „den größten Unsinn seit Einführung des Defeat Devices in Konzern-Motoren“ hält. Ein VW-Mitarbeiter fühlt sich sogar diskriminiert und hat Klage gegen die von Personalvorständin Sabine Maaßen verordnete Gendersprache beim Landgericht in Ingolstadt eingereicht.


BMW 330e Touring Plug-in Hybrid: Eine zukunftsfähige Brücke in die Elektromobilität

Das Beste an der Elektromobilität ist (noch) der Kompromiss. Und der heißt nach meiner Überzeugung: Plug-in-Hybrid. Keine Reichweiten-Sorgen, Fahren, ohne unbedingt vorher elektrische Energie laden zu müssen, trotzdem in der Stadt emissionsfrei unterwegs sein zu können und selbst mit dem Verbrenner sparsam zu fahren. Bestätigt hat mich in dieser Sichtweise der BMW 330e Touring Plug-in Hybrid, der mich nicht nur als Automobil begeistert hat, sondern auch mit ein paar interessanten technologischen Features.

 


Die Autoindustrie hält sich mit lautem Protest gegen autofeindliche Politik zurück – VDA fordert mehr E-Infrastruktur – China darf bis 2030 CO2-Ausstoß sogar noch steigern

Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu strengeren und konkreteren Regeln zum „Klimaschutz“ nach 2030 überschlagen sich die Parteien mit Vorschlägen, die in vorauseilendem Gehorsam noch schärfer abgefasst sind als die Pariser Vereinbarung. Vor allem die Bundesregierung übertrifft selbst manche Forderung der Grünen. Nicht um des so genannten „Klimaschutzes“ willen, sondern um den Grünen im Bundestagswahlkampf sämtliche Pfeile aus dem Köcher autofeindlicher Argumentation zu nehmen.


Schöner Schein bei Tesla

Kommentar von Harald Kaiser:

Toll, wie vermeintlich ehrliche Bilanzahlen Erfolg vortäuschen können. Tesla, von vielen Medien gerne zum Shootingstar und Schreck aller anderen Autofirmen hochgejazzt, ist ein wunderbares Beispiel dafür.

Der kalifornische Autobauer gab vor ein paar Wochen bekannt, dass man alle Erwartungen übertroffen habe und im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres insgesamt 184.800 Elektroautos ausliefern konnte. Umsatz: 10,4 Milliarden Dollar, Gewinn: 438 Millionen Dollar. Angeblich konnte Tesla 2020 erstmals ein Jahr ohne Verlust verbuchen und so geht es 2021 anscheinend weiter.