Als ob Unfälle erst darüber gefährlich wären: Volvo wirbt subtil für ein Tempolimit – ab 180 km/h

Während Volvo in einer aktuellen Pressemitteilung mit physikalisch „unwiderlegbaren“ Argumenten für ein Tempolimit wirbt, kommunizieren Daimler und Bosch positiv 25 Jahre erwiesene Lebensrettung durch ESP.

Die Argumentation Volvos scheint zwar plausibel, ist aber so falsch wie eine Wettervorhersage für nächstes Weihnachten. Um die Konzernentscheidung zu begründen, Volvos künftig bei 180 Stundenkilometer abzuriegeln, greift Volvo in die verbale Trickkiste, deren Argumente zwar physikalisch richtig, aber dennoch nicht wahr sind. Dass Volvo davon redet, die Fahrzeuge bei 180 km/h „abzusichern“ anstatt abzuregeln, ist verbaler Nonsens. Wieso ist ein Auto unter 180 Stundenkilometer sicher?

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Genesis G80: Ist die Ähnlichkeit mit bekannten Fahrzeugen rein zufällig?

Was die neue Hyundai-Luxusmarke Genesis diese Woche in Seoul vorgestellt hat, ist geeignet, bei den europäischen Premiumherstellern und bei Kunden höchste Aufmerksamkeit zu wecken. Der neue Genesis G80 überrascht mit ästhetischem Design und technologischer Präsenz. Und erinnert an bekannte Wettbewerber.

Die Marke, seit ihrer Eigenständigkeit und ihrem Erscheinen in 2015, ist in Europa und vor allem in Deutschland kaum zur Geltung gekommen, geschweige denn ins Bewusstsein potentieller Käufer eingedrungen. Wir fuhren bereits 2014 einen Hyundai Genesis und wunderten uns über die Ähnlichkeit zu Audi-Modellen. Kein Wunder, denn der Designer Peter Schreyer hat vor seinem Wechsel nach Südkorea verschiedenen Audi- und VW-Modellen ihr Gesicht gegeben.


Klimahysteriker Schellnhuber fordert Corona-„Klima-Vertrag“ und outet sich als intellektuell benachteiligt

Dass Corona unser Leben verändern wird, kann nicht bezweifelt werden. Aber nicht nur zum Negativen. Auf einmal wird wohl selbst den Fridays-for-future Jugendlichen klar, dass ihr Klima-Gequäke nach Corona wohl das Letzte ist, was uns interessieren wird.

Insofern hat die dramatische Entwicklung für unsere Industrie gewiss auch positive Seiten. Weil wir von einer mehrdimensionalen Rezession ausgehen müssen, werden sich viele Kritiker unserer Wirtschaftsordnung und besonders der Autoindustrie zurückhalten müssen, den hoffentlich bald anstehenden Wiederaufschwung zu bremsen.


Die E-Konsequenz bei Volkswagen ist beeindruckend

Volkswagen lässt keine Möglichkeit aus, den Switch zur Elektromobilität zu pushen, zu forcieren und wo immer es geht auch zu kommunizieren. Als E-Zweifler hat man es da schwer, auf kritischer Distanz zu bleiben. Als VW-Chef Diess die radikale E-Zuwendung verkündete, hat niemand diese Konsequenz erwartet, die Volkswagen nun in allen Bereichen an den Tag legt.

Noch ist nicht entschieden, ob das Batterie-Fahrzeug den Massenmarkt beherrschen wird oder ob alternative Entwicklungen – vom synthetischen Kraftstoff bis zur wasserstoffbetriebenen Brennstoffzelle – das Elektroauto mit Batterie auf dem Markt überholen werden. Die Crux für alle Autohersteller ist, dass sie noch lange mit Verbrennern den Wandel wohin auch immer finanzieren müssen. Dass man mit einem innovativen Produkt auch zu früh dran sein kann, hat BMW mit den Elektrofahrzeugen i3 und i8 vorgemacht. Der mit einem kommunikativen Paukenschlag schon vor sieben (!!) Jahren zeitgleich in Präsentationen rund um die Welt vorgestellte i3 weckte Erwartungen nach weiteren E-Fahrzeugen oder zumindest nach umfangreicher Weiterentwicklung. Aber da kam nix mehr. Still ruhte der See und es entstand der Eindruck, BMW hätte die E-Mobilität ad-acta gelegt. so wie es BMW mit dem Wasserstoff-Zwölfzylinder im 7er gemacht hat, der seriennah entwickelt war, aber sang und klanglos im Museum ausgeträumter Visionen abgestellt wurde.


Neues BMW-Logo: Absolut gelungen, aber inkonsequent und voller Widersprüche

Es scheint ein Naturgesetz zu sein: Sobald ein neuer Marketing-Chef in eine Firma kommt, wird erst einmal die Corporate Identity überarbeitet – zumindest die „Modernisierung“ des Logos bei einer Agentur in Auftrag gegeben. Und wie immer wird das neue zukunftsweisende Design-Objekt ob seiner polarisierenden Kraft nicht nur gelobt, sondern teils heftig kritisiert und gefragt, ob das überhaupt notwendig ist. Antwort: ja, das ist notwendig, weil sich auch die Welt der Wahrnehmung und die Sehgewohnheiten verändern. Wir wollen nicht nur neue Autos, sondern auch neue Formen sehen. In jedem Detail.

Neue Logos sind zunächst immer umstritten. Das geht BMW-Marketingchef Jens Thiemer mit dem neuen BMW-Logo nicht anders als seinem Kollegen Jochen Sengpiehl von Volkswagen, der zur letzten IAA das neue VW-Logo mit einem „schwebenden“ W präsentiert hat. Man kann sich zu Recht fragen, ob der Kunde das kreative Treiben optischer Veränderungen überhaupt wahrnimmt. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass es dieser Veränderungen bedarf, um zu signalisieren: Wir entwickeln uns weiter, bleiben nicht stehen. Der Kunde mag diese Nuancen notwendiger Veränderung nicht bewusst wahrnehmen, aber subtil strahlt auch ein Logo die Orientierungskraft einer Marke in unser Unterbewusstsein.


Jens Meiners über BMW X5 M und X6 M: Leistungsexzess an der Spitze

Es sind Fahrzeuge, bei denen selbsternannten Klimaschützern und Gleichheitsaposteln zuverlässig der Kamm schwillt: Die Rede ist von den großen SUVs, pardon, „SAV“-Modellen aus dem BMW-Programm. By the way: Die Bayern schwimmen beim Begriff SUV schon seit jeher gegen den Marketing-Mainstream und nennen ihre Geländewagen Sports Activity Vehicles.

Während sich die Plug-in-Hybride von BMW immerhin auf dem geduldigen Papier, auf das die offiziellen Verbrauchswerte aufgedruckt sind, ein grünes Mäntelchen umhängen dürfen und sich die Dieselversionen tatsächlich durch erstaunlich gute Verbrauchswerte auszeichnen, gibt es nun auch wieder die sportlichen Ableitungen der M GmbH aus Garching. Sie treiben den anspruchsbetonten Ansatz beider Baureihen wie gewohnt zum Exzess.


Volkswagen Caddy: Eine Synthese der besonderen Art

Wir haben uns daran gewöhnt, dass aus kleinen Pkw schon mal Crossover, sprich Mini-SUV werden. Dass es auch die perfekte Synthese zwischen Pkw und Lieferwagen geben kann, hat Volkswagen Nutzfahrzeuge jetzt mit der Weltpremiere in Düsseldorf gezeigt. Volkswagen Nutzfahrzeuge ist es gelungen, die Synthese zwischen Nutzfahrzeug und Personenwagen auf die Spitze zu treiben.

Die Synthese zwischen Lieferwagen und Familienauto gilt seit rund 40 Jahren als VW-Spezialität, die mit dem neuen Digital-Caddy vollends in den Fokus vieler Neuwagenkäufer rücken dürfte. War der 1978 präsentierte Ur-Ahn des neuen Caddys noch eine recht primitive Variante des damaligen Golf und eigentlich nur für die USA als Rabbit (Hase) bestimmt, so ist die fünfte Generation dieses Familien- und Handwerker-tauglichen Allrounders näher an der digitalen Komfortzone hochwertiger Pkw als an einem mobilen Gebrauchsgegenstand mit vier Rädern. Wenn die Fachleute hier auf den Modularen Querbaukasten als Caddy-Basis verweisen, ist die Erklärung prägnanter, dass hier eigentlich ein Golf neuester Bauart mit robuster Nutzbarkeit steht.


Audi RS Q3 und RS Q3 Sportback: Heiß auf Eis

Wer im Februar in Nordschweden im Auto unterwegs ist, für den ist Fahrzeug-Beherrschung auf den eisglatten Straßen nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch Quelle höchsten Fahrvergnügens. Audi hat seine neuen RS Q3 und RS Q3 Sportback nicht umsonst auf einem zugefrorenen See präsentiert. Ihre überragenden Fahreigenschaften kommen hier besonders gut zur Geltung.

Anfangs fällt es schwer, sich an die glatten Straßen zu gewöhnen. Bei jedem entgegenkommende Lkw stellst du dir die Frage: Was wäre, wenn der jetzt ins Schleudern kommt…? Du gewöhnst dich im neuen Audi schnell daran, dass du Dank Quattro-Antrieb und Spikes auf den Rädern souverän die Kontrolle behältst. Und du spürst deutlich, dass die neue Generation RS Q3 den Vorgänger in allen Kriterien der Fahrdynamik weit übertrifft.