BMW 320d xDrive: Der beste Dreier aller Zeiten?

In der Entwicklung von Automobilen gibt es eine Konstante: Das Bessere ist des Guten Feind. Natürlich ist der neue Dreier wieder ein Entwicklungssprung auf der nach oben offenen Qualitäts- und Perfektions-Skala. Aber der beste aller Zeiten ist er nicht, weil wir nicht in die Zukunft schauen können. Insofern ist der aktuelle Dreier nicht der beste aller Zeiten, aber der Beste bis heute.

Das gerade von Autojournalisten inflationär genutzte Wortspiel „aller Zeiten“ kann sich natürlich nicht auf die Zukunft beziehen, was viele aber subtil auszudrücken scheinen. Der Dreier von heute allerdings provoziert Superlative geradezu, weil er tatsächlich die Spitze nicht des Eisbergs, aber der bayerischen Automobil-Entwicklung in dieser Klasse darstellt. Wir fragen uns nach intensiven Testfahrten sogar, ob es noch eines Fünfers oder Siebeners bedarf, so sehr hat uns der 320d xDrive überzeugt. Das ist natürlich Unsinn, aber wenn es darum geht, in einer Limousine komfortabel und dynamisch nicht nur von A nach B zu kommen, sondern „Freude am Fahren“ zu genießen, ist man im 320d xDrive bestens bedient. Nie hatten wir das Gefühl, untermotorisiert zu sein, nie hätten wir uns in die stärkeren Geschwistermodelle gewünscht, deren Berechtigung allerdings nicht bezweifelt werden soll. Der Kunde hat die Wahl und soll sie auch behalten.

Weiterlesen

Audi Q3 Sportback 40 TDI quattro: Das elegante i-Tüpfelchen der Baureihe

SUV Coupé Q3 Sportback: Design vom Feinsten                 Fotos Audi

Die bei Autokritikern völlig zu Unrecht in Verruf geratenen SUV werden bei den Autokäufern nicht nur immer beliebter, sondern sie zeichnen sich auch immer wieder durch formale Impulse aus. Wie beim Audi Q3 Sportback.

Aus einem SUV ein Coupé zu machen ist hohe Design-Kunst. Beim neuen Audi Q3 Sportback ist das absolut gelungen, wenn wir mental von jenen Zeiten Abstand nehmen, zu denen ein Coupé ein flacher Zweitürer war oder sein musste.


Wie der „menschengemachte“ Klimawandel mit Heuchelei einher geht

In einer Titelgeschichte im Zentralorgan der grünen Eliten und Klimawandel-Heroen wurde Anfang August über den „Kreuzfahrt-Wahnsinn“ und seine katastrophalen Folgen für das Klima referiert. Der nicht von Geschichten-Erfinder und Fakten-Fälscher Claas Relotius geschriebene Artikel listet alles auf, was Kreuzfahrten eigentlich verbotswürdig macht.

„Luftverpestung, Ausbeutung, Menschenmassen“ – Die Schiffe verschmutzen Luft und Ozeane, selbst abgelegene Küstenstädte werden von Kreuzfahrern überrannt. Wer zahlt den Preis für den vermeintlichen Traumurlaub?“ heißt es im Vorspann. Fünf Spiegel-Journalisten haben darin zusammengetragen und aufgelistet, wie sehr Kreuzfahrten zum Klimawandel beitragen.


„Die Zeit der Privatautos in Städten ist vorbei“

Was die Panorama-Moderatorin Anja Reschke mit maliziösem Lächeln zur IAA öffentlich-rechtlich verkündet, ist die dieser Tage grassierende linkgsgrün-ideologische Sichtweise und an Dramatik nicht zu überbieten. Die IAA 2019, so die Journalistin, sei „das letzte Aufbäumen dieser sterbenden Branche“. Und weiter: „Die Zeit der Privatautos in Städten ist vorbei.“

Eine fatale Entwicklung des öffentlichen Diskurses: Aus den Autokritikern der Neunziger wurden Autogegner, die sich jetzt als militante Autohasser gebärden. Der Autohass ist dermaßen kulminiert, dass es einem angst und bange werden kann. Keine Talkshow mit überwiegend autokritischen Teilnehmern, die nicht das Fazit ziehen würde, dass die individuelle Mobilität mit dem AutoMOBIL zum Ende gekommen, mindestens aber ein Grund ist, ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Autoscham ist angesagt.


Der „Umwelthilfe“-Verein gibt sich skrupel- und pietätlos

Irgendwie ist es nicht zu fassen: Der Umwelthelfer-Verein instrumentalisiert den tragischen Unfall mit vier Toten in Berlin-Mitte für eine polemische Anti-SUV-Kampagne.

Die Meldung auf Twitter macht sprach- und fassungslos. Da fordert die so genannte deutsche „Umwelthilfe“, ein Verein mit nicht mal 300 ausgewählten Mitgliedern, praktisch einen SUV-Verkaufsstopp. Ohne die genauen Unfallursachen zu kennen, schreibt der Verein auf Twitter: „SUVs haben in unseren Städten nichts zu suchen! 4 Tote, darunter ein Kleinkind, sind die Bilanz eines schrecklichen Raser-Unfalls mit einem Porsche-SUV in Berlin.“


Gastbeitrag von Harald Kaiser zum Tode Ferdinand Piëchs: Wie ein Tiroler Fels

Zum Tod Ferdinand Piëchs hat der Journalist Harald Kaiser ein interessantes Psychogramm geschrieben. Der ehemalige Stern-Ressortleiter Auto hat Piëch oft getroffen und ihn mehrfach interviewt. Er charakterisiert einen Macher, vor dem sich viele seiner ehemaligen Mitarbeiter fürchteten und der die Medien zumeist als lästig empfunden hat.

Viele seiner Top-Manager, die er oft selbst engagierte, hat er teils schnell wieder und mit viel Geld im Gepäck vom Hof gejagt hat, wenn sie nicht spurten. Der Österreicher, schon als Multimillionär auf die Welt gekommen, war der Typ schneller Brüter. Fast immer wirkte er so, als stünde er ständig unter Hochspannung. Er war kein Kind des Windkanals, stattdessen kantig wie ein Tiroler Fels. Hier seine hervorstechendsten Charaktermerkmale:


Golf 1,5 TSI Highline: Mehr Auto braucht man (eigentlich) nicht

Obwohl nächstes Jahr der Golf VIII auf den Markt kommt, haben wir uns noch einmal den aktuellen Golf mit dem 1,5-Liter-Motor und 150 PS genauer angesehen. Und wir stellen fest, dass das klassenloseste unter allen Autos mittlerweile in jedem Detail so ausgereift erscheint, dass es einer Neuauflage eigentlich nicht bedarf.

 


Zum Tode Ferdinand Piëchs: Der harte Hund konnte sehr weich sein

Nirgendwo wird so gelogen wie in Nachrufen, heißt es. Dass manche der Lobes-Hymnen, die nun über Ferdinand Piëch ausgebreitet werden, höflicher Pflicht geschuldet sind, mag so sein. Aber alle Nachrufe verbindet ein gemeinsamer wahrer Kern: Prof. Dr. h.c. Ferdinand Piëch war ein genialer und visionärer Autokonstrukteur und Manager, der Deutschlands Schlüsselindustrie weltweit positiv geprägt hat.

So habe ich ganz persönliche Erfahrungen mit dem „Alten“ gemacht, die ihn für mich ganz anders erscheinen lassen, als es in den Medien oft dargestellt wurde. Piëch war zwar ein genialer Strippenzieher, der nicht nur technische, sondern auch Personal-Entscheidungen gnadenlos exekutierte, sondern auch jene förderte, die dieselben Qualitätsansprüche und Produkt-Visionen hatten wie er. Martin Winterkorn gehörte zu den von ihm Geförderten ebenso wie Ex-Audi-Chef Rupert Stadler und zahlreiche Namenlose, die sein Ausscheiden aus dem VW-Kosmos bis heute bedauern.