VW ID Polo GTI: Der erste Stromer mit dem Leistungskürzel GTI

Der erste elektrische GTI ist ein Polo. Seine Fahrleistungen machen den Kleinen mit dem vielsagenden Kürzel GTI zu einem ganz Großen. 226 PS reißen den ID Polo GTI in 6,8 Sekunden auf 100 km/h. Seine Batterie-Reichweite (WLTP) von bis zu 424 Kilometern könnte viele potentielle Autokäufer vollends von der E-Mobilität überzeugen. Ganz sicher wird dieser Polo zahlreiche E-Skeptiker mit fahrdynamischen Ansprüchen überzeugen können.

Als vor 50 Jahren das Kürzel „GTI“ im Golf erfunden wurde, waren unglaubliche 110 PS der Gipfel eines (damals) umstrittenen „Leistungswahns“. Für die siebziger Jahre ein irres Leistungsangebot. Allerdings wog der Golf GTI nur 800 Kilogramm. Der neue ID Polo GTI wiegt etwa das Doppelte.

Das echte GTI-Gefühl dürfte auch dem mega-Drehmoment geschuldet sein. Nicht seiner Höhe von 290 Newtonmeter wegen, sondern wegen seines explosiven Erscheinens. Das E-typische Drehmoment-Verhalten ist immer wieder beindruckend. Schließlich steht das Maximaldrehmoment anders als beim Verbrenner sofort, echt schlagartig zur Verfügung. Weniger beeindruckend ist die maximale Ladeleistung von 105 kW. Da müsste mehr möglich sein. Damit sollen 10 auf 80 Prozent in 24 Minuten möglich sein. Auch die 175 km/h Höchstgeschwindigkeit entwerten die GTI-Symbolik. Wie hinter vorgehaltener Hand zu hören ist, stehen 201 km/h bereits auf der Update-Liste.

Optisch ist der E-Polo mit der typischen GTI-Symbolik ein echter Hingucker. Hier verschmelzen Sportlichkeit und jugendliche Ästhetik zu einer langlebigen Formalität. Der elektrische GTI-Polo ist stilistisch absolut gelungen. Ein besonders gelungenes Detail sind zweifellos die eigenständigen Räder.

Im Innenraum dominiert die vertraute GTI-Farbwelt aus Rot und Schwarz. Rote Ziernähte, eine 12-Uhr-Markierung im Lenkrad, Sportsitze mit GTI-Zeichen und ein roter Streifen über das Armaturenbrett gehören zum Standard. Dazu kommen ein 10,25-Zoll-Digitalcockpit und ein 12,9-Zoll-Infotainmentdisplay. Besonders auffällig ist die sogenannte „Retro-Anzeige“, die klassische Golf-I-Instrumente digital nachbildet, inklusive Kassettengrafik für Musiktracks. Ein bewusst nostalgischer Kontrapunkt in einer ansonsten stark softwaregeprägten Umgebung.

Auch funktional bietet der ID Polo GTI mehr als seine Vorgänger. Die kompakte MEB+-Architektur schafft spürbar mehr Raum, mehr Beinfreiheit, mehr Breite, mehr Kopffreiheit. Das Kofferraumvolumen wächst auf 441 Liter, bei umgelegten Sitzen auf 1243 Liter. Damit rückt der elektrische GTI näher an klassische Kompaktklasse-Niveaus heran.

Zur Ausstattung gehören außerdem praktische Features, die früher in diesem Segment untypisch waren. Eine abnehmbare Anhängerkupplung etwa, die Lasten bis zu 1,2 Tonnen ziehen kann, oder die Vehicle-to-Load-Funktion. Damit kann der ID Polo GTI auch externe Geräte oder E-Bikes mit Strom versorgen. Auch bei den Assistenzsystemen zeigt sich der Generationswechsel. Der „Connected Travel Assist“ nutzt Online-Daten und reagiert erstmals auch auf Ampeln, inklusive automatischem Anhalten. One-Pedal-Driving ermöglicht verzögertes Fahren ohne Bremspedal. Optional lässt sich der ID Polo GTI weiter mit Harman-Kardon-Soundsystem, Panorama-Glasdach und Massagesitzen ausrüsten.

Der ID Polo GTI dürfte auf eine begeisterte Kundschaft treffen. Der Preis ist offiziell noch nicht bekannt, er dürfte im Bereich von 39.000 Euro liegen.

Mitarbeit Auto-Medienportal (aum)

 

 

 

 

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Wird ADAC-Verkehrspräsident Hillebrand wegen seiner Forderung nach höherem CO2-Preis zum Rücktritt gedrängt?

Ich dachte mich „verlesen“ zu haben. Der ADAC, vor langer Zeit noch der Schutzheilige der Autofahrer („Freie Fahrt für freie Bürger“), möchte, dass weniger oder gar nicht mehr Verbrenner-Autos gefahren werden.  Für den ADAC-Verkehrspräsidenten Gerhard Hillebrand ist die CO2-Bepreisung offenkundig noch zu niedrig. Sein Interview in der Osnabrücker Zeitung hat nicht nur im Mitglieder-Kreis, sondern auch im ADAC-Präsidium große Verärgerung ausgelöst. Das Kollegium der Präsidenten und des Gesamt-Präsidenten Christian Reinicke sind verärgert über den Alleingang Hillebrands.

Was ist das bloß für eine Kommunikations-Politik? Aufgeschreckt von einer Kündigungswelle der Mitglieder rudert der ADAC nun zurück, wo nicht mehr zurückgerudert werden kann. Werden ihn die Stromschnellen zorniger Mitglieder aus dem ADAC reißen? Er sei missverstanden und falsch interpretiert worden, lautet die auch bei Politikern gerne verwendete dünne Formel. Wie uns aus internen Kreisen vermittelt wird, seien die „ideologisch autofeindlichen“ Formulierungen des Fachanwalts für Strafrecht, Hillebrand, nicht im Präsidium abgestimmt gewesen. „Einseitig die Elektromobilität zu fördern, die Mitglieder, die zu 90 Prozent Verbrenner fahren, mit noch höheren Spritpreisen als richtig zu drohen, kann nicht im Sinne des ADAC sein“, sagt uns eine mit der Entwicklung vertraute Person aus dem Führungskreis. Auch die Forderung Hillebrands, „denn wir müssen die Erderwärmung bremsen“ sei nicht Aufgabe des Autoclubs.

Viele Austritte setzen den ADAC jetzt massiv unter Druck

Der Verkehrspräsident habe hier seine offiziellen Kompetenzen überschritten und bestenfalls seine private Auffassung artikuliert, meint eine Führungskraft. Es sei nicht auszuschließen, dass Hillebrand als Verkehrspräsident zurücktreten müsse und werde. Man frage sich im Führungskreis, was den ADAC-Verkehrspräsidenten geritten habe, „der als Jurist hätte wissen müssen, dass er dies nicht als ADAC-Offizieller fordern darf“. Man fühle sich an den „Gelbe-Engel-Skandal“ erinnert, bei dem unrichtige Punktevergabe an Gewinner für mehr als nur Verärgerung gesorgt hatte. Damals musste der für die Punktezählung verantwortliche ADAC-Sprecher seinen Hut nehmen.

ADAC-Mitglieder sind verärgert und zornig

Wie hart viele Mitglieder reagieren, ist auf X nachzulesen: Da schreibt ein Andreas Patzwahl: „Ich bin seit 1985 Mitglied… … UND WERDE AUFGRUND DIESER FATALEN AUSSAGE DES PRÄSIDENTEN ZU VERBRENNERN, SEINER HULDIGUNG DES KLIMASCHWACHSINNS UND CO2PREIS- BEFÜRWORTUNG DEN SAFTLADEN KÜNDIGEN!

Ein anderer unter Pseudonym: „Wann hat sich der ADAC von eine Autofahrervereinigung zu einer Antiauto-Bewegung entwickelt?“ Michael Hoffmann zürnt: „Wird wohl tatsächlich Zeit nach nun knapp 24 Jahren meine ADAC Mitgliedschaft zu kündigen. Zumal der Schutzbrief, den meine KFZ Versicherung inzwischen anbietet, ähnliche Leistungen hat wie die ADAC Mitgliedschaft, nur für deutlich geringere Kosten.“

 

 

 

 

 


„Verbrenner nicht verboten, aber abgeschafft“

Treffender als Gunnar Schupelius in der Bildzeitung vom 20.12. kann man es nicht ausdrücken: „Verbrenner nicht verboten, aber abgeschafft“! In der Sprache der Gosse würde man sagen: Die EU hat mal wieder alle verarscht. Unglaublich, dass auch wir auf die Meldung vom „Verbrenner-Aus“ reingefallen sind und dem Jubel-Chor rund um den CSU-Mann Manfred Weber geglaubt haben. Weber, im EU-Parlament in der Fraktion „epp“ sollte sich bodenlos schämen, die 10-Prozent-Regelung als „Durchbruch“ und als „Aus für das Verbrenner-Aus“ zu bezeichnen.

Ich bin einfach fassungslos, wie verlogen politische Kommunikation daherkommen kann. Bleibt zu hoffen, dass die Auto Fahrenden und produzierenden Menschen im Land sich an diese Lügen-Orgie der Union erinnern, und den Unions-Abgeordneten die Hölle heiß machen. Die hatten ein echtes Aus versprochen, und selbst Kanzler Merz hatte Frau von der Leyen angeblich in einem Brief gebeten, das Aus nochmals zu überdenken. Wer die Erfahrungen mit dem Kanzler in Erinnerung gerufen hat, musste von vornherein zweifeln, dass er seine Forderung mit Nachdruck vertreten haben könnte. Friedrich Merz hat sich bei links-grünen Widerständen noch immer gebeugt. Nur um Kanzler bleiben zu können. Gemäß seinem Credo „What ever it takes“!

Das ist keine Technologie-Offenheit

Was  mich aber wundert: dass der Aufschrei der Empörung aus Kreisen der Autoindustrie kaum vernehmbar war. Dass die zugelassenen 10 Prozent CO2-Ausstoß nach 2035 mit fast unerfüllbaren Vorbedingungen erkauft werden müssen, ist an angewandter Unverschämtheit nicht zu übertreffen. Es ist das Gegenteil von einem Aus fürs Verbrenner-Aus. Es ist eine schallende Ohrfeige für VDA-Präsidentin Hildegard Müller und für die gesamte Autoindustrie. Statt scharfer Kritik kommt von ihr nur diplomatisches Gesülze. Die EU habe schließlich Technologie-Offenheit anerkannt. Dies sei aber eher ein Lippenbekenntnis, räumt Müller ein. Die Regelung sei „mit vielfältigen Hürden versehen, dass es droht, wirkungslos zu bleiben“. Wenigstens kritisiert der VDA die Regelung. Aber das ist zu wenig. Und auch, wenn Frau Müller die Entscheidung „fatal“ nennt, ist das nicht als wütender Aufschrei zu erkennen.

Und Kanzler Merz? Der ­– wie nicht anders zu erwarten – begrüßte den Kommissionsvorschlag. „Es ist gut, dass die Kommission nach dem klaren Signal der Bundesregierung jetzt die Regulierung im Automobilbereich öffnet“, sagte er der Bild Zeitung. „Klares Signal“? Dieser Kanzler lebt in einem anderen Universum. Die Wahrheit ist: Merz traut sich nicht, die von der Union versprochene Forderung nach dem Aus vom Verbrenner-Aus knallhart zu artikulieren. Wie soll Deutschland mit diesem Weich-Kanzler wieder in die Spur wirtschaftlichen Erfolgs kommen? Die Auto-Städte Stuttgart (schon pleite), München, Wolfsburg und Ingolstadt werden weiter Gewerbesteuern verlieren.

Die Diskussion wird und muss weitergehen

Was der Kanzler als „Technologi-Offenheit“ begrüßt, ist weniger als eine Mogelpackung. Die u.a. nach 2035 zugelassenen Hybridfahrzeuge mit Range-Extender sind ein Witz technologischer Entwicklung. Solche Verbrenner-Zusatzmotoren sind keine Herausforderung für Motorenentwickler, denn da reicht ein einfacher Rasenmäher-Motor. Oder wie beim BMW i3 ein Motorradmotor aus dem Ersatzteil-Regal. Hildegard Müller rief Parlamente und Mitgliedsstaaten dazu auf, den EU-Vorschlag noch entscheidend zu verändern. Wer die Spielregeln der Politik kennt, weiß, dass da nicht viel dabei rauskommt.

Mit Sicherheit wird die Diskussion im neuen Jahr weitergehen. Und es wird Zeit, dass die eh schon gebeutelte Autoindustrie deutlich macht, dass das vergiftete 10-Prozent-Angebot absolut lächerlich ist.


VW Polo: Technologisch demokratisiert

Was noch vor wenigen Jahren nur in der Oberklasse zu haben war, ist längst auch im unteren Segment zu haben. Wieviel Luxus und Sicherheitstechnologie in einen Kleinwagen passen, überrascht uns bei unserem Testwagen Polo Style 1,0 l TSI OPF 70 kW (95 PS) und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG. Damit definiert Volkswagen quasi eine neue Kleinwagen-Klasse, die nichts mehr mit dem früher üblichen Kleinwagen-Verzicht gemein hat.

Die Polo-Modellreihe ist gerade 50 Jahre alt geworden und gilt als einer der beliebtesten und erfolgreichsten Kleinwagen. Im Vergleich zum ersten Polo ist dieser Kleinwagen technisch und qualitativ zu einem ganz Großen geworden. Die so genannte „Demokratisierung“ technologischen Fortschritts ist Realität geworden. Allerdings mit einem kleinen Haken: der Preis ist nicht beim Kleinwagenpreis von früher stehen geblieben. Aber das war und ist nicht zu erwarten. Und noch weniger zu beklagen. Denn der Kunde bekommt auch viel mehr als vor 20 oder mehr Jahren für sein Geld.

Für unseren Testwagen beginnt der Basispreis bei 28.765 Euro. Wer aber wie wir auf manche technologischen Schmankerl nicht verzichten will, muss draufzahlen. Das fängt bei der Außenfarbe an. Allerdings kostet die hoch ästhetische und mega-elegante Trendfarbe „Ascotgrau Schwarz“ nachgerade mal 245 Euro. Das elegante Hellgrau gibt dem Fahrzeug eine sehr edle Anmutung, was aber Geschmacksache ist und bleiben soll. Aber das mit dieser Farbe verbundene Charisma des Edlen ist den Aufpreis allemal wert.

Unser Testwagen beinhaltet Sonderausstattungen von insgesamt 5.965 Euro. Dabei sind ein paar Extras quasi unverzichtbar und unbedingt zu empfehlen: z.B. das Assistenzpaket „IQ.DRIVE“ für 405 Euro und das Infotainment-Paket „Discover Pro“ inklusive Navigationssystem für 1.720 Euro. Damit hält der Polo automatisch die einstellbare Distanz zu einem vorausfahrenden Fahrzeug, wenn der Fahrer es wünscht. Was ich aber für noch wertvoller halte: dass der Polo vorgegebene Tempolimits einhält, sie schon antizipiert, wenn der Fahrer sie noch nicht wahrgenommen hat. Er reduziert die Fahrgeschwindigkeit schon, bevor das Tempolimit-Schild am Fahrbahnrand erscheint. Auch die Einfahrt in eine Ortschaft führt im vorauseilenden Gehorsam zu einem regelkonformen sanften Abbremsen. Dieser nützliche Assistent verhindert garantiert ein Ansteigen der Punkte in Flensburg. Und wer nun meint, dies sei eine Bevormundung des Fahrers, kann den Helfer auch ausschalten. Ich halte ihn jedenfalls für ungemein hilfreich. Negativ fällt unser Urteil über das Navigationssystem aus. Umständlich zu bedienen, ab und zu steigt es aus. Das darf nicht das Ende der Entwicklung sein. Hier muss Volkswagen nachbessern, keine Frage.

Teilautomatisiertes Fahren bis 210 km/h

Nicht so glücklich sind wir mit dem serienmäßigen Spurhalteassistent „Lane Assist“. Der oft als lästig empfundene Lenk-Eingriff verhindert zwar das Verlassen der Fahrspur, aber darauf verlassen will man sich vom Gefühl her nicht, weil er oft den Eindruck weckt, zu nah bis zum Fahrbahnrand bzw. Mittellinie zu steuern. Und dann will man es nicht drauf ankommen lassen. Zusammen mit „ACC“, der Distanzregelung, nennt VW das System „teilautomatisiertes Fahren bis 210 km/h“. Es kann sein, dass der Fahrer bei längerer Gewöhnung das System als nützlich empfindet. Mir suggerierte es zwar Zuverlässigkeit, der ich allerdings aus genannten Gründen misstraute. Der Technik misstraut auch die EU, die vorschreibt, dass auch beim teilautomatisierten Fahren Stufe 2 die Hände das Lenkrad berühren müssen. Serienmäßig ist übrigens jeder Polo mit Assistenzsystemen wie dem Umfeld-Beobachtungssystem „Front Assist“ inklusive City-Notbremsfunktion ausgestattet.

Aufgeräumt und digitales Cockpit

Es überrascht, dass man in diesem „Kleinwagen“, der in Wirklichkeit ein Großer ist, eigentlich „mittelklassig“ unterwegs ist. Kein Wunder, dass der viertürige Polo, seit 1975 ein Bestseller, immer noch zu den beliebtesten Kleinwagen gehört. 18 Millionen Exemplare wurden bislang verkauft. Sicherheit wird im Polo wirklich groß geschrieben. Zum Beispiel: Ein Novum ist der „Center-Airbag“. Er befindet sich auf der Fahrerseite seitlich in der Sitzlehne. Er öffnet sich bei einem Crash zur Mitte hin und verhindert bzw. dämpft den Zusammenprall von Fahrer und Beifahrer. Die automatisch abblendenden Matrix-LED-Scheinwerfer sind eine Wohltat – für den entgegenkommenden Verkehr.

Mittelklasse statt Mittelmaß

Das Fahren im Polo vermittelt in Sachen Komfort Mittelklasse, ohne jede Spur von Mittelmäßigkeit. Er rollt angenehm dahin, schluckt Straßenunebenheiten mit einem hohen Dämpfungsvermögen, gibt sich aber durchaus kurvendynamisch, wenn man es will. Die Lenkung ist direkt und lässt den Fahrer spüren, was Sache ist. Apropos Spüren: Nicht zu spüren ist, dass uns ein 1-Liter Dreizylinder anschiebt. Laufruhig und angemessen drehmomentstark bringt uns der Antrieb mit seinen 95 PS (70 kW) über das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG zügig in Fahrt. Dabei wird der Motor nicht laut und als Dreizylinder erkennbar. Das maximale Drehmoment von 175 Newtonmeter (zwischen 1600 und 3.500 U/min) reicht zwar nicht zu Sportwagenwerten, aber erscheint auch nicht als lahm.

Die 6. Generation des Polo zeigt einen hohen Reifegrad

Die 6. Generation des Polo beweist einen hohen Reifegrad  Fotos Volkswagen

Und in Sachen Verbrauch haben wir je nach Fahrweise zwischen 5 und 6 Liter gemessen. Angesichts des durchaus dynamischen Charakters sehr angemessen, also absolut sparsam. Insgesamt macht die Reife dieses Polos auch die technologische Entwicklung deutlich. Dass er vor kurzem seinen 50.Geburtstag feierte, beweist die Gesamtqualität und Beliebtheit des Modells deutlich. Schade finden wir nur, dass es den Polo nicht mehr mit Diesel zu kaufen gibt.

 

 

 

 

 


Die Realität zwang zur Einsicht: Das Verbrenner-Aus ist vom Tisch

Das wurde auch Zeit. Schon lange wurde darüber diskutiert, meistens durch die ideologische Brille. Auch wenn die linksgrüne Phalanx vermeintlicher Welten-Retter keine Gelegenheit ausgelassen haben, die absolute Notwendigkeit des Verbrenner-Verbots zu postulieren, am Ende hat sich die Vernunft durchgesetzt. Wenn auch nur als 90-Prozent-Kompromiss. 

Am Ende überzeugte die Realität abstürzender Arbeitsplatz-Zahlen, die Insolvenzen in der Zulieferindustrie und einbrechende Gewinne in ziemlich allen Autofirmen. Allerdings muss man fragen, warum die Einsicht so spät gekommen ist. Vor ein, zwei Jahren hätte dieses Signal diese Industrie noch stabilisiert. Aber wie in der Bundesregierung und in der EU üblich, wurden und werden Probleme und ihre Lösungen immer wieder verschoben. Selbst die Zeitung mit den großen Buchstaben kritisiert die „Aufschieberitis-Regierung“. Der Bundeskanzler hätte viel früher bei Ursula von der Leyen die Rücknahme des irrsinnig dummen Verbrenner-Verbots verlangen müssen. Aber der konfliktscheue Kanzler hat ich nicht getraut und am Ende einen Brief geschrieben, von dem wir nicht wissen, was drin steht. Weitere Versprechen im Gegenzug?

Nun wird die linksgrüne Gemeinde aufheulen und Zeter und Mordio schreien, gar das Ende umweltfreundlicher Mobilität an die Wand malen. Bullshit! Denn auch wenn das Ende des Verbrenners jetzt nicht final terminiert ist, wird die E-Mobilität am Ende die meisten Autos auf dem Globus antreiben. Daran kann es keinen Zweifel geben. Aber das kann noch mindestens 50 Jahre dauern, wenn nicht sogar 100. Und wer schon heute die zweifellos vorhandenen Qualitäten elektrischer Fortbewegung genießen will, kann das doch tun. Mit dem Ende des Verbrenner-Verbots wird dem Autokäufer die Wahl gelassen, der Autokäufer wird wieder als souveränes Wesen ernst genommen, ihm wird die Hoheit eigener Entscheidungsfreiheit zurück gegeben.

Der Autokauf ist dann das Ergebnis eines demokratischen Prozesses und der freien Entscheidung freier Bürger. Was das Schlimme am Verbrenner-Verbot ist, nein war: der geplante Zwang  durch die nicht von den Bürgern gewählten EU-Kommission und einer ebenso nicht gewählten, megamachtbesessenen, von pathologischer Hybris gesteuerten von der Leyen. Als sie im europäischen Parlament zur Wahl, nein zur Bestätigung anstand, erkaufte sie sich die Zustimmung der Grünen mit dem Versprechen, einen so genannten „Green Deal“ in die Welt zu setzen. Die Bestätigung vdL durchs EU-Parlament ist mit einer freien Wahl der Bürger nicht zu vergleichen. DENN ES GAB KEINEN GEGENKANDIDATEN! Eine demokratische Wahl sieht anders aus.

 

 


Autotests auf dem Mond – Die Geschichte der Mondautos

Als 1971 das erste von einem Menschen am Joystick gesteuerteAuto auf dem Mond den Milliarden Jahre alten Staub aufwirbelte, hielt die Welt zwar nicht mehr so sehr den Atem an wie bei der ersten Mondlandung 1969. Aber die Spazierfahrten mit dem von dem Deutschen Georg von Tiesenhausen entwickelten „Lunar Roving Vehicle“ überraschte mit spektakulärer Geländegängigkeit. Die Geschichte dieses ungewöhnlichen Autotests und weiterer Monfahrzeuge hat der Journalist Harald Kaiser minuziös aufgezeichnet und in einem sehr sehens- und lesenswerten Buch zusammengefasst. Zahlreiche authentische Fotos und illustrationen vermitteln viele bislang unbekannte Details der Mond-Fahrzeuge.

Dass die Sowjetunion bereits 1970 ein Mondauto auf dem Trabanten Platziert hatte, ist nie so richtig publik geworden. Der Lunochod 1 wurde von der Erde aus ferngesteuert. Der amerikanische Lunar Rover dagegen wurde von einem Astronauten echt gesteuert, der ungeachtet von Verkehrsregeln seine Bahnen zog. Gleichwohl überraschten die Sowjets mit ihrem ferngesteuerten Vehikel die Amerikaner, was zweifellos eine technische Meisterleistung war. In Kaisers Buch wird detailliert erklärt, wie Lunochod 1 gesteuert wurde, der in knapp einem Jahr mit Tempo zwei bis drei km/h etwa zehn Kilometer zurücklegte.

Wenige Monate später, am 30. Juli 1971, setzten die USA mit einem von einem Menschen per Joystick gesteuerten „Automobil“ ein deutliches Zeichen technologischer Leistungsfähigkeit. Der Weg dorthin wird in Kaisers Buch ausführlich beschrieben. Der Journalist hat in einer außerordentlichen Fleißarbeit, mit umfangreichen Recherchen in vielen Archiven Sachverhalte aufgegriffen, die ich nicht kannte, obwohl  ich die Raumfahrt-Aktivitäten der NASA in den Siebzigern sehr genau verfolgt habe.

Der Wettlauf zum Mond geht weiter

Von den Fahrtests an kalifornischen Stränden bis zu den Fahrversuchen mit dem Joystick, einer Bezeichnung, die damals wohl noch nicht im Duden zu finden war. Detailliert hat das alles Harald Kaiser recherchiert und aufgeschrieben. Interessante Erläuterungen und Bildern zu allen wichtigen Details. Außergewöhnlich komplex wird im Buch auch die Technik beschrieben, das Fahrzeug für den Transport zum Mond zusammen und wieder aufzuklappen. Die Astronauten mussten dafür eine 221 Seiten dicke Bedienungsanleitung studieren.

Das einklappbare Automobil von Apollo 16 war ein hoch komplexes System

Interessant auch die Fahreindrücke des Astronauten David Scott: „Der Rover kommt ganz gut zurecht… Wir bewegen uns mit einem Durchschnitt von etwa acht Kilometer pro Stunde. Die Lenkung ist sehr reaktionsschnell… Es geht ganz gut…. Es gibt keine Staubansammlung in den Speichenrädern.“

Das Buch vermittelt verblüffende Fakten der „Mond-Mobilität“

Im Buch wird auch ausführlich auf den „Jadehasen“ eingegangen, dem chinesischen Fahrzeug, das 2013 auf dem Mond gelandet ist. Allerdings endete die kurze Fahrt nach 114 Metern. 2023 landete Indien den „Pragyan“ (indisch für Weisheit). Die insgesamt neun Fahrzeuge auf dem Mond werden in Kaisers Buch ausführlich in allen ihren technischen Details

David Scott mit Drifts auf dem Mond

beschrieben. Das Buch ist eine außergewöhnliche Zusammenfassung der verschiedenen Mobilitäts-Aktivitäten auf dem Mond. Es hört allerdings nicht beim Ende der Missionen auf, sondern zeichnet auch die geplante Zukunft auf dem Mond auf. Darüber hinaus geht es auch auf die Vergangenheit vom Drang nach außerirdischen Welten ein. Vom 1. Jahrhundert, als der griechische Mathematiker Heron von Alexandria die Rückstoß-Energie von Dampf nachwies und damit den ersten Schritt zum Raketenantrieb machte bis zu den neuesten Plänen zur Rückkehr auf den Mond.

Dieses sehr empfehlenswerte E-Book ist unter https://play.google.com/store/books/details?id=DnyaEQAAQBAJ  für 10,59 Euro zu beziehen. Der Autor Harald Kaiser war 23 Jahre Autor und Ressortleiter beim „stern“ für den                Bereich Auto + Technik.


Ist ja nichts Neues: Kanzler Merz schwächelt mal wieder beim Durchsetzen eigener Überzeugungen

Es ist ein Drama ohne Ende. Der Streit um das Verbrenner-Aus bar jeder Vernunft ist auf Seiten der SPD rein ideologiegetrieben. Friedrich Merz: „Einen harten Schnitt im Jahr 2035 darf es nicht geben. Einen harten Schnitt wird es nicht geben – wenn es nach mir geht.“ Dabei hat Merz vergessen, dass es schon von Anbeginn dieser unheilvollen Koalition eigentlich noch nie nach ihm gegangen ist.

Friedrich Merz ist Kellner, nicht Koch.

Da richtet die geschrumpfte SPD in der ungleichgewichtigen Koalitionsküche an, was der Kanzler zu servieren hat. Und er tut es, weil er Kanzler bleiben will. Ich frage mich wirklich, wieviel oktroyierte Demütigung und Selbsterniedrigung Merz hinzunehmen bereit ist. Wenn nach stundenlangen Beratungen im wichtigsten Thema des wirtschaftlichen Niedergangs keine klare Entscheidung das Licht des Tages erblickt, wird die Schwäche der Regierung, das fehlende Durchsetzungsvermögen des Kanzlers offensichtlich.

Was sich da abspielt, ist Kindergarten pur. Die Eitelkeiten des SPD-Umweltministers Carsten Schneider und des SPD-Fraktionschefs Matthias Mierschs führen zur völligen Realitätsblindheit– bzw. Realitäts-Verweigerung. Der in der „DDR“ aufgewachsene und dort sozialisierte Schneider ist der typische Politiker, dem es ziemlich egal ist, was die Mehrheit der Bevölkerung will und welche wirtschaftlichen Auswirkungen das Festhalten am Verbrenner-Aus hat. Schneider sieht in einer durchgesetzten rot-grünen Planwirtschaft das Heil, nicht im Erhalt von 700.000 Arbeitsplätzen.

Ungeachtet der Tatsache, dass selbst die Gewerkschaften mittlerweile das Verbrenner-Verbot ablehnen, stellt sich der linke SPD-Mann auf den Standpunkt, dass das EU-Gebot durchzusetzen ist. Und der Kanzler lässt sich das alles gefallen. Der drohende Verlust Tausender Arbeitsplätze ist den Herren egal. Der bislang erfolgte Arbeitsplatzabbau in der Autoindustrie habe mit dem Verbrenner-Verbot nichts zu tun, behauptet Schneider. Das liege ja noch zehn Jahre weit weg. Ein haarsträubendes Argument, denn die Verunsicherung wirkt bereits heute, weil die Planung der Industrie sich schon heute darauf einstellen muss, was in zehn Jahren kommt oder nicht kommt.

Allerdings muss man auch der Autoindustrie den Vorwurf machen, zu früh und zu schnell auf den blödsinnigen „Green Deal“ der nicht vom Volk gewählten Ursula von der Leyen eingegangen zu sein. Da fällt mir der erfolgreiche Automanager Wolfgang Reitzle ein, der schon früh gesagt hat: „Die Elektromobilität wird kommen, aber es gibt keinen Grund das zu forcieren.“ Als er das sagte, war er allerdings nicht mehr Automanager, sondern bei Linde Verkäufer wichtiger Industrie-Gase.

VW-CEO Oliver Blume räumt jetzt ein: „Wir werden mehr Zeit benötigen. Alle Prognosen der Politik über den E-Auto-Hochlauf waren zu optimistisch.“

Schon droht in der Regierung ein Kompromiss, der an technologischer Dummheit nicht zu übertreffen ist. Man könne sich eventuell auf den „Range-Extender“ einigen. Das ist ein zusätzlicher Verbrenner, der nicht dem Antrieb dient, sondern lediglich die Batterien während der Fahrt auflädt. BMW bot für den elektrischen i3 so einen Extender an, ein BMW-Motorradmotor. Damals (2013) eine Notlösung. Und eine Notlösung wäre es auch in Zukunft. Ein Range Extender würde die leistungsfähigen Ingenieure Deutschlands weit unterfordern. Einen Hilfsmotor-Generator im Auto mitzuführen wäre auch in Punkto Energie-Effizienz ziemlicher Schwachsinn.

Außerdem: Wenn das Batterie-Auto das Nonplusultra der individuellen Mobilität ist, dann wird es sich langfristig auch ohne planwirtschaftliche Instrumente durchsetzen. Zur Zeit bin ich in Kalifornien mit einem VW ID.4 unterwegs und bin begeistert. Allerdings findet sich hier an jeder Ecke eine Ladestation. Das Fahren hier im Tesla-Country könnte auch mit einem leistungsstarken Verbrenner kaum mehr Spaß machen.


Volkswagen T-Roc: Der Aufsteiger

Mit dem T-Roc fuhr Volkswagen vor acht Jahren in das Segment der kompakten SUV, und mit dem weiter entwickelten Nachfolger verlässt die Marke diese automobile Klasse wieder – irgendwie wenigstens. Die Neuauflage ist, haben sich die Marketing-Strategen in Wolfsburg überlegt, wegen ihres coupéartigen Designs doch eher ein „Crossover Utility Vehicle“ (CUV) als ein klassisches SUV.

 

Von Walther Wuttke

Der T-Roc des Modelljahrs 2026 kommt mit einem von der Volkswagen-Kreativabteilung gründlich überarbeiteten Design auf den Markt, wobei vor allem die Front und das Heck komplett neugestaltet wurden. Dabei gelang dem Designteam eine neue Form, die aber Elemente des Vorgängers – vor allem in der Dachlinie – übernimmt und so ein neues, aber zugleich vertrautes  Erscheinungsbild entstehen lässt. Dank der neuen markanten Frontpartie mit den ebenfalls vollkommen neu entwickelten LED-Scheinwerfern fügt sich der kompakte T-Roc jetzt in die Formensprache Marke ein.

Kompakt, aber größer

Geblieben sind die kompakten Abmessungen, wobei der neue T-Roc in der Länge auf 4,37 Meter (plus zwölf Zentimeter) zulegte. Auch der Radstand wuchs auf 2,63 Meter, wovon vor allem die Fondpassagiere profitieren. Das Gepäckabteil wurde um 20 Liter auf 465 Liter vergrößert. Breite und Höhe blieben so gut wie unverändert. Gleichzeitig konnte die Aerodynamik um zehn Prozent auf einen cw-Wert von 0,29 optimiert werden.

In Europa wird der T-Roc ausschließlich von Hybrid-Turbobenzinern (1,5 Liter) angetrieben, die mit Automatikgetrieben kombiniert sind. Als Basis kommen zwei 48-Volt-Mild-Hybrid-Antriebe mit 116 PS (85 kW) und 150 PS (110 kW) zum Einsatz. Die Kraftübertragung übernimmt ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Später folgen noch zwei Vollhybridantriebe, über deren Details Volkswagen sich noch weitgehend in Schweigen hüllt. Der Verbrauch soll bei 5,6 Litern liegen, und der Hybridantrieb soll „längere elektrische Fahrten und nicht nur von Ampel zu Ampel ermöglichen“, erklärt ein Entwickler. Wie lang „länger“ ist, bleibt noch geheim.

Auch mit 4Motion-Allradantrieb

Neben den Varianten mit Frontantrieb wird es den T-Roc auch mit dem Allradantrieb 4Motion geben, wobei in diesem Fall der 2,0-Liter-TSI als Mildhybrid eingesetzt wird.

Der T-Roc mag zu den kompakten Vertretern seiner Gattung gehören, doch im Innenraum überrascht das Platzangebot, das durchaus familientauglich ist. Die Oberfläche des Armaturenträgers ist mit einer neu entwickelten Stoffstruktur verkleidet, und der Verzicht auf die im Vorgänger eingesetzten Dekorelemente lassen ein wertiges Interieur entstehen. Der Fahrer blickt auf eine aufgeräumte Informationszentrale, die in den gehobenen Ausführungen durch ein optionales Head-up-Display ergänzt werden kann. Über Tasten am Lenkrad können zwei Info-Profile gewählt werden. „Classic“ kommt mit Rundinstrumenten, während „Progressive“ für Anzeigekacheln steht.

Vier Varianten zur Wahl

Bei den Fahrhilfen profitiert der T-Roc von den größeren Modellen der Marke. Serienmäßig an Bord sind insgesamt zwölf Assistenzsysteme, und darüber hinaus kommt zum ersten Mal in dieser Baureihe gegen Aufpreis unter anderem der Park Assistent Pro an Bord, mit dem der VW vollautomatisch geparkt werden kann. Der elektronische Helfer hat eine Memory-Funktion, die insgesamt fünf Parkmanöver speichern kann. Auch die Rückfahrkamera gehört zu den optionalen Ausstattungen.

Der T-Roc kommt in den Varianten „T-Roc“, „Life“, „Style“ und „R-Line“ auf den Markt. Von der Ausstattungsversion „Life“ an ist das CUV in Bi-Color-Lackierung lieferbar. Auf die beliebte Cabrio-Version müssen die T-Roc-Freunde verzichten. „Für Nischen-Produkte haben wir keine Kapazität mehr“, erklärt ein Entwickler.  Die Preise sind noch nicht bekannt. Aktuell beginnt die Preisliste für den T-Roc bei etwas mehr als 30.000 Euro, und daran wird sich wohl nichts ändern. (aum)