Tricky Tesla

Warum Tesla auf mehr als eine Milliarde Euro Staatszuschuss verzichten muss, obwohl der zuvor beantragt worden ist. Elon Musk gibt den Gutmenschen.

Von Harald Kaiser

Der Herr macht mal wieder mächtig Eindruck – jedenfalls bei jenen oftmals kritiklo-sen Bewunderern, die ohnehin an seinen Lippen hängen. Die glauben, er sei ehr-lich. Vor kurzem hat der ebenso schillernde wie unberechenbare Tesla-Chef und Elektroautoguru Elon Musk getwittert, dass er für den Aufbau einer eigenen Batte-rieproduktion seiner neuen Autofabrik in Grünheide/Brandenburg auf 1,1 Milliarden Euro Staatsknete verzichtet. Der nicht formulierte Subtext dazu dürfte wohl lauten: Das haben wir nicht nötig.

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Klimaziele sind ohne synthetischen Kraftstoff nicht zu erreichen

Kommentar von Peter Schwerdtmann

Ohne synthetische Kraftstoffe sind die Klimaziele nicht zu erreichen. Dieser Auffassung sind übereinstimmend die Referenten des 15. Berliner Automobildialogs, der heute vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) als online-Diskussion ausgerichtet wurde. Da auch ein eventuelles Verbot für Neuzulassungen von Verbrennungsmotoren nur geringfügige Auswirkungen auf die bis dahin erreichte Flotte an Bestandsfahrzeugen hätte, sei der Ausbau der so genannten E-Fuels dringend erforderlich.



Volkswagen ID Life: Der Kleinwagen aus der Zukunft

Zwei Jahre früher als angekündigt will Volkswagen nun schon 2025 die ID-Familie um einen ersten Kleinwagen ergänzen. Als ersten Ausblick auf ein solches Fahrzeug stellt das Unternehmen nun die Crossover-Studie ID Life vor, die mit ihrer Kombination von nachhaltigen Elementen und Digitalisierung gezielt eine junge urbane Zielgruppe ansprechen soll. Das Crossover-Modell mit vier Türen, großer Heckklappe, erhöhter Sitzposition und variabel nutzbarem Innenraum soll als Einstiegsmodell „Accelerate“ zwischen 20.000 und 25.000 Euro kosten.


Die Stimmungsmacher: Wie schnell wir Studien- oder Umfrageergebnisse auf den Leim gehen.

Von Harald Kaiser

Autos? Igitt, um Gotteswillen! Das ist das Fortbewegungsmittel von Uropa. Heute sind Lastenfahrräder angesagt. Für die soll es nach Ansicht der Grünen möglichst auch eine Kaufprä-mie geben – wenn die Herrschaften denn an der nächsten Bundesregierung beteiligt sein sollten. Geschafft haben sie aber schon mal, dass die Lastenfahrrad-Nummer Verbreitung in den Medien fand. Und damit haben sie auf alle Fälle die erhoffte Aufmerksamkeit bekommen.


IAA Mobility: No Country for old Cars

Dass die IAA nie wieder so sein wird wie in Frankfurt, dürfte jedem klar geworden sein. Die Veranstalter und Organisatoren der Münchner IAA Mobility haben mit dem neuen Konzept allerdings kommunikativ Hervorragendes geleistet. Angefangen von der Digitalisierung über brillant gestaltete Apps bis hin zu den externen Messe-Schauplätzen in der Innenstadt von München. Das neue Konzept ist zweifellos megacool. Warum die Autogegner, teilweise mit Gewalt gegen Polizeibeamte und albernen Abseilaktionen von Autobahnbrücken „Sand ins Getriebe“ streuen wollten, macht deutlich: Das Auto, egal wie grün es ist, soll abgeschafft werden.

Obwohl auf der IAA Mobility überwiegend die E-Mobilität und innovative Ideen präsentiert wurden und damit eigentlich den Wünschen der Autogegner entsprochen wurde, bleiben die Autogegner konsequent auf ihrer Linie, die individuelle Mobilität abschaffen zu wollen. „Das Auto als Verkehrsmittel muss verschwinden“, brüllte ein Aktivist auf der Theresienwiese, wo es auch zu massiven Rangeleien mit der gut vorbereiteten Münchner Polizei kam, die allerdings ziemlich toleranzbefreit agierte und Demo-Auswüchse zu verhindern wusste. Egal wie „grün“ die Autohersteller ihre Autos machen: „Das Auto muss abgeschafft werden“, war auf Spruchbändern zu lesen, während die IAA Mobility versuchte, in allen Hallen mit E-Mobilität zu punkten.


Frank Wald: Die IAA sollte nicht mehr IAA heißen

Immer peinlich, wenn rauskommt, dass man das, was man vorgibt zu sein, in Wahrheit gar nicht ist – exemplarisch zu sehen in jüngster Zeit an einigen unserer vermeintlich promovierten oder profilierten Politikerinnen und Politikern. Auch beim Besuch der diesjährigen IAA Mobility in München bleibt der Eindruck zurück, dass man sich hier mit fremden Federn schmückt. Denn im Gegensatz zur Messe-Bezeichnung – und vor allem im Vergleich zu den vergangenen Ausrichtungen in Frankfurt – wird diese Internationale Automobilausstellung weder ihrer Bezeichnung noch ihrem Anspruch gerecht.


Audi Skysphere-Konzeptstudie: Die Zukunft ist länger als die Vergangenheit

Die Audi-Vorstellung im kalifornischen Pepple Beach hätte Aufsehen erregender nicht sein können. Der Wow-Effekt verbreitete sich rund um das Exponat wie die Gravitationswellen des Urknalls über den berühmten Golf-Kurs, wo die automobile Medien- und Car-Guys-Szene jedes Jahr auf der Monterey Auto Week Designstudien bewundert und Oldtimer zu irrwitzigen Summen neue Besitzer finden.