Die deutsche Autoindustrie wird immer wieder diffamiert, E-Mobilität verschlafen zu haben
Wenn die Süddeutsche Zeitung die Absicht Elon Musks, eine Tesla-Gigafabrik in Brandenburg zu bauen, eine „Demütigung“ für die deutschen Hersteller nennt, geht das völlig an der Wirklichkeit vorbei. Es ist wieder Ausdruck der Sucht vieler Medien und der Politik, der deutschen Autoindustrie vorzuwerfen, sie hätte „Entwicklungen verschlafen“. Das ist Unsinn und hält keinem Fakten-Check stand.
Ist der Bau von Fabriken von BMW, Mercedes-Benz oder Volkswagen in den USA eine Demütigung für die amerikanische Autoindustrie? Die Strategie nicht nur der deutschen Hersteller, dort Autos zu bauen, wo die Märkte sind, ist nicht neu und für BMW u.Co. seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit. Was die Süddeutsche ausdrücken will, ist die subtile Unterstellung, die deutschen Hersteller haben eigentlich alles falsch gemacht, zu spät auf E-Mobilität gesetzt und überhaupt am liebsten schwere SUVs verkauft. Diese ständige Diffamierung wird durch Wiederholungen nicht wahrer. Sie ist schlicht und einfach Blödsinn. Die deutschen Hersteller haben nicht nur E-Mobile auf dem Markt, sondern entwickeln intensiv auch an anderen Lösungen wie synthetischen Kraftstoffen und an der Brennstoffzelle.