BMW 540i: Der Fünfer, der ein Siebener sein könnte

Die siebte Fünfer-Generation lässt den Schluss zu, dass es keines Siebeners bedarf, um im Luxus schwelgend Freude am Fahren zu genießen. Mit dem neuen Fünfer haben die Bayerischen Motoren Werke den Begriff von der oberen Mittelklasse neu definiert.

Die Szene hat Slapstick-Charakter: Als ein Passant neugierig durch die Seitenscheibe ins Innere des Testwagens blickt, können wir der Versuchung nicht widerstehen. Per Fernbedienung über den Fahrzeugschlüssel lassen wir den Motor an und bewegen per Einpark-Modus (Remote Parking) den Fünfer ein paar Zentimeter vorwärts. Der Mann muss zu Tode erschrocken sein, denn er schreit kurz auf, springt zurück und weiß nicht, was er denken soll. Nein, hier ist nicht Verstehen Sie Spaß am Werk, sondern ein technisches Feature, das die Zukunft vom autonomen Fahren anklingen lässt. Dass der Fünfer sich nicht nur autonom bewegt, sondern dafür nicht mal einen Fahrer braucht, fasziniert unseren Passanten nach kurzer Schnappatmung und unserer ehrlichen Entschuldigung dann doch so sehr, dass wir um eine lange Erklärung der Technik nicht herumkommen.

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Fiat Tipo Kombi: Plastico fantastico mit hohem Nutzwert

Fiat stand noch vor wenigen Jahren im Fokus qualitativer Unzulänglichkeit. Nicht erst mit dem neuen Tipo hat die italienische Traditionsmarke in wichtigen Kriterien zu namhaften Wettbewerbern aufgeschlossen.

Unser Test-Objekt Fiat Tipo Kombi mit dem 1.6-Liter-Multijet-Diesel in der Lounge-Version überzeugte – soviel vorweg – mit guter Verarbeitung, sparsamem Verbrauch und einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Grundsätzlich kann man konstatieren, dass der Zusammenschluss mit Chrysler der Marke nicht nur auf den Finanzmärkten gut getan, sondern sich auch positiv auf die Produkte und ihre Qualität ausgewirkt hat.


Warum will sich General Motors von Opel trennen? „Ein Zusammenhang mit der US-Präsidentenwahl ist nicht auszuschließen!“

Die Überraschung könnte größer nicht gewesen sein. Selbst Opel-Chef Karl-Thomas Neumann soll quasi erst mit der Öffentlichkeit davon erfahren haben, dass GM-Chefin Mary Barra den Verkauf der seit 1911 zu General Motors gehörenden Traditionsmarke an den französischen PSA-Konzern plant.

Allerdings wird in jeder Pressemitteilung betont, dass es keine Garantie für den endgültigen Abschluss eines solchen Deals geben könne. Da ist Opel modellpolitisch gerade wieder in die Erfolgsspur eingebogen, kommt diese Nachricht wie aus heiterem Himmel. Ein Schlag ins Gesicht der Opelaner.


Kia Optima Sportswagon: Nomen est omen

In seinem Namen liegt viel Wahrheit: Tatsächlich macht der Kia Optima Sportswagon einen sehr guten Eindruck. Wenn man über kleine Schwächen hinweg sieht, ist er ein optimaler Kombi, der den Vergleich mit Passat und Co nicht zu scheuen braucht. Und das nicht nur wegen seiner sieben Jahre Garantie.

Schon als Limousine ist der Optima ein Markt-Erfolg. Der nachgeschobene Kombi, bei Kia traditionell Sportswagon genannt, dürfte diese Entwicklung fortsetzen, denn familientaugliche Limousinen mit riesigen Gepäckabteil erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Wahrscheinlich entscheiden sich Optima-Käufer zu 90 Prozent für den Kombi, weiß man bei Kia Deutschland den Markt einzuschätzen.


VW-Skandal eskaliert: „Jetzt geht die Schlammschlacht richtig los“

Nun heißt es bei Volkswagen jeder gegen jeden. Ferdinand Piëch gegen den VW-Aufsichtsrat, Aufsichtsrat gegen Ferdinand Piëch. Und alle gegen Ex-Chef Winterkorn. Ein Ende ist nicht abzusehen, eine dramatische Eskalation zu erwarten, an deren Ende eine Art Supernova droht, die das ganze Unternehmen zerreißen könnte.

Ferdinand Piëch, einst gottähnlicher Macht-Anker im VW-Konzern, erst als VW-Chef, dann als Aufsichtsratsvorsitzender, soll in der Diesel-Affäre bei der Staatsanwaltschaft nicht nur Martin Winterkorn belastet haben, sondern auch Mitglieder des Aufsichtsrats. Er, Piëch, habe Anfang 2015 nicht nur bei Winterkorn die USA-Probleme angesprochen, sondern auch den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil und andere Aufsichtsräte darüber informiert. Piëch habe die Information von einem israelischen Sicherheitsunternehmen erhalten, dass VW in den USA Dieselabgase manipuliert habe.


Millionen-Zahlung an Hohmann-Dennhardt und der Neid-Faktor

Die zwölf Millionen Euro für die Ex-Vorständin bei Volkswagen, Christine Hohmann-Dennhardt, sind keine Abfindung, sondern die Auszahlung eines vorzeitig beendeten Arbeitsvertrags, wie sie jeder normale Angestellte auch verlangt hätte.

Unabhängig von der Höhe des auszuzahlenden Vertrages ist der Vorgang rechtlich völlig in Ordnung. Unredlich ist die Forderung des CSU-Generalsekretärs Scheuer, es wäre nur konsequent, die Millionen zurück zu zahlen. Wieso sollte die Ex-Verfassungsrichterin zurückzahlen, was ihr laut Vertrag zusteht? Weil sie SPD-Mitglied ist?


VW-Compliance-Vorständin Hohmann-Dennhardt geht nach einem Jahr im Streit

Ob das ein positives Signal an die US-Justizbehörden ist, wenn die renommierte Tugendwächterin im Volkswagen-Vorstand überraschend „im gegenseitigen Einvernehmen“ ausscheidet? Endet die Aufklärung im Nebel alternativer Fakten?

VW hatte die ehemalige Verfassungsrichterin erst im Herbst vorletzten Jahres bei Daimler abgeworben, wo sie zusammen mit dem ehemaligen FBI-Chef Louis Freeh verschiedene Korruptionsaffären aufgearbeitet, strenge Compliance-Regeln eingeführt und überwacht hatte. Nachfolgerin Hohmann-Dennhardts im VW-Konzernvorstand wird die Leiterin der Konzernrevision Hiltrud Werner.


Audi S5 Coupé: Schön, schnell und teuer

Das neue Audi S5 Coupé ist (k)ein typischer Vertreter seiner Gattung. Ein reinrassiges Sportcoupé mit den Eigenschaften einer Limousine. Ganz wie´s beliebt.

Es ist das alte Dilemma: Ein Coupé bietet genau genommen weniger Auto und kostet deutlich mehr als eine Limousine. So auch das Audi S5 Coupé. Warum Coupés trotz ihrer Nachteile so beliebt sind? Die Marktforschung weiß es genau: Coupés sind Automobile, die mehr Eleganz ausstrahlen. Sie sind das exklusive Outfit für Individualisten.


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