Neuer VW Polo: Ein Kleiner ganz groß

Für die Marke Volkswagen ist die Lage zwar ernst, aber Dank einer sich beschleunigenden Modelloffensive alles andere als hoffnungslos. Mit anderen Worten: VW ist noch lange nicht durch im Diesel-Skandal, aber die Marke lässt sich nicht lähmen und will noch in diesem Jahr zahlreiche neue Modelle auf den Markt bringen.

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Verhafteter VW-Manager bleibt wohl bis zur Verhandlung 2018 in U-Haft

Oliver Schmidt dürfte nichts so sehr bereuen wie die Tatsache, gegen den Rat mit der Sachlage vertrauter Juristen in die USA gereist zu sein, um dort seinen Weihnachtsurlaub zu verbringen.

Wir sprachen mit einem US-Anwalt, der sich einen Namen mit Verschwörungs-Anklagen gemacht hat. Seine Prognosen zum Fall des verhafteten VW-Managers sind nicht sehr ermutigend. „Wer in den USA vom Staat wegen einer Verschwörung angeklagt ist wie Schmidt, den trifft die ganze Härte des Gesetzes. Dass Schmidt nicht einmal gegen die angebotene Kaution von 1,6 Millionen Dollar auf freien Fuß gekommen ist, lässt den Schluss zu, dass er bis zum Prozess in U-Haft bleibt.“ Gerade bei Ausländern, denen eine hohe Gefängnisstrafe droht, seien die Justizbehörden sofort mit dem Schlagwort „Fluchtgefahr“ zur Hand. „Mancher Drogendealer kommt schon für 5.000 Dollar auf freien Fuß, muss sich vielleicht regelmäßig bei der Polizei melden oder bekommt eine Fußfessel angelegt. Dass der VW-Manager trotz dieser hohen angebotenen Kaution in Haft bleibt, lässt nichts Gutes ahnen.“ Der Prozess werde voraussichtlich frühestens in einem Jahr beginnen.


Audi RS 3: Die Wüste bebt

Der neue Audi RS 3 mit 400 PS klingt gut, fährt sich gut und sorgt für jede Menge Adrenalin im Blut. Ob als Limousine oder Sportback spielt dabei keine Rolle. Der kleine Audi ist zum großen Sportgerät gereift.

Dass verstaubte Autos im Sultanat Oman tatsächlich verboten sein sollen, können wir kaum glauben. Darüber nachzudenken ist aber nicht nötig, denn die Audi-Mannschaft stellt den angereisten Journalisten die neue RS 3 Limousine und den RS 3 Sportback blitzblank poliert zur Verfügung. Und weil uns das sandige Wüstengelb zu trocken ist, greifen wir uns einen kontrastfarbigen Wagen: in einem brutal giftigen „Vipergrün“, das mit Sicherheit jeden Blindenhund aufheulen lässt. Und die omanischen Kamele dürften das Grün für essbar halten, denn sie fühlen sich bei unserem Zwischenstopp animiert, daran zu lecken.


Mazda6: Facelift mit Technik-Update

Schon lange bemüht sich Mazda als Design-Marke wahrgenommen zu werden. Mit dem facegelifteten Mazda6 im so genannten KODO-Design bekräftigt der japanische Hersteller seine emotionale Formen-Philosophie. Dass die technische Entwicklung ebenfalls fortgeschritten ist, könnte dabei fast übersehen werden.

Seit vier Jahren auf dem Weltmarkt dürfen 563.000 verkaufte Fahrzeuge durchaus als Erfolg bezeichnet werden. In Deutschland fand der Mazda6 seit seiner Markteinführung immerhin fast 27.000 Käufer. Keine Frage, dass der Mazda6 im Modellprogramm die Speerspitze der Design-Philosophie darstellt und diese Modellreihe eindeutig und nicht nur optisch im oberen Mittelklasse-Segment positioniert.


Audi-Razzia: Stillos, rücksichtslos – erfolglos?

Unterscheiden wir uns wirklich deutlich von den von uns kritisierten autoritären Polizeistaaten? Das jedenfalls muss man sich angesichts der Durchsuchungsaktionen bei Audi und der Anwaltskanzlei Jones Day fragen.

Da ist für 10 Uhr die jährliche weltweit aufmerksam verfolgte Bilanz-Pressekonferenz angesetzt, und um sieben stürmen mehrere Dutzend Ermittlungsbeamte die Audi-Zentrale, um sie nach Beweisen für in den USA begangene Straftaten in Sachen Betrugssoftware zu durchsuchen. Wie schon im Fall Zumwinkel waren – natürlich rein zufällig – schon um sieben Uhr auch Pressefotografen dabei. Dass diese vorab informiert waren, dürfte zweifellos feststehen. Kein Pressefotograf kommt schon um 7, wenn eine Pressekonferenz auf 10 Uhr angesetzt ist.


Das neue Audi A5 Cabrio: Der Fortschritt liegt im Detail

Der Fortschritt im Automobil kommt oft in kleinen Schritten um die Ecke, die in der Summe zu großen Sprüngen werden können. Wenn wir uns mit dem neuen Audi A5 Cabriolet beschäftigen, fallen Details auf, die den Weg in Richtung Perfektion weisen, auch wenn sie nie erreichbar sein wird.

Würde Perfektion erreicht, bedeutete sie ja Stillstand. Für die engagierten Audi-Entwickler unvorstellbar, obwohl sie bei der Präsentation neuer Modelle schon ein bisschen so tun, als gäbe es kein besseres Auto. Nicht mal von Audi. Genug der philosophischen Betrachtung. Das neue Audi-Cabriolet verfügt zwar über viele technologische Besonderheiten, die Audi-Fans schon aus anderen Baureihen kennen. Aber Cabrios haben nun mal ganz spezielle Eigenschaften, die weit über die Möglichkeit unendlicher Kopffreiheit hinausgehen.


Renault Talisman Grandtour: Glücksbringer à la française

Ein Talisman soll Zauberkraft besitzen und Glück bringen. Das gleichnamige Automobil von Renault könnte genau das für die französische Automarke werden: ein Glücksbringer.

Attraktives Design, gute Verarbeitungsqualität und moderne Technik machen den Talisman als Nachfolger des Laguna zu einer interessanten Erscheinung auf dem Feld der gehobenen Mittelklasse. Wir haben den Talisman Grandtour Diesel mit 160 PS ausprobiert und sind bis auf kleinere Unzulänglichkeiten voll des Lobes.


Die „Deutsche Umwelthilfe“ will auch Euro-6-Diesel verbieten lassen

Wer nach der Diesel-raus-aus-Stuttgart-Entscheidung im baden-württembergischen Landtag meint, mit seinem Euro-6-Diesel auf der sicheren Seite zu sein, liegt falsch. Die „Deutsche Umwelthilfe“ hält auch diese „sauberen“ Diesel für Dreckschleudern.

Die „Deutsche Umwelthilfe“ ist in Sachen Diesel hartnäckig und – man muss es konstatieren – in ihrem Sinne sehr erfolgreich. Das partielle Innenstadtverbot für Diesel unterhalb der Euro-6-Norm in Stuttgart ist erst der Anfang. Die Umwelthelfer werden ihren juristisch bestätigten Triumphzug fortsetzen können. Und bei Euro-6-Dieseln nicht halt machen. Die Umwelthelfer machen aus ihren Absichten keinen Hehl, den Diesel in den Städten ganz verbieten zu lassen. Und die EU-Gesetzgebung spielt der Umwelthilfe in die Karten. Denn auch die Euro-6-Diesel stoßen im realen Fahrbetrieb in der Regel mehr Stickoxide aus, als die Prüfstandswerte suggerieren. Das weiß die „Deutsche Umwelthilfe“ für ein mittelfristig durchzusetzendes Fahrverbot zu nutzen.


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