Artikel von Peter Groschupf

Toyota RAV4 Plug-in Hybrid: Nichts ist unmöglich – auch kein niedriger SUV-Verbrauch

Dass der neue Toyota RV4 Plug-in Hybrid mit einer Systemleistung von 306 PS nur 1,2 Liter Benzin auf 100 km verbrauchen soll, ist allerdings nur der EU-rechtlichen, sehr komplexen Berechnungsmethode geschuldet. Denn die 18,1 kWh Batterie-Strom müssen natürlich beim Verbrauch dazugerechnet werden. Gleichwohl erweist sich der neue SUV-Allradler jenseits komplexer Bemessungsparameter tatsächlich als wirklich sparsam. Kein anderes zur Zeit auf dem Markt verfügbare Plug-in-SUV lässt sich aus der (vollen) Batterie 75 Kilometer weit bewegen, ohne den Benziner anzuwerfen.

Was haben sie in manchen Entwicklungsabteilungen und Fachredaktionen gelächelt, als Toyota vor 23 Jahren (!) den ersten Hybrid-Pkw Prius auf den Markt brachte. „Zwei schwere Antriebssysteme in einem Auto sind ineffizienter Unsinn“, formulierte es damals ein BMW-Vorstandschef. Toyota ließ sich nicht beirren, auch nicht von uns Motorjournalisten. Mittlerweile haben alle namhaften Autohersteller nicht nur Hybride, sondern auch Plug-in-Hybride im Angebot. Und man spürt, dass die Entwicklung dieser Technologie große Sprünge gemacht hat. Zwar sind nicht alle Plug-ins sparsamer als gleich starke Solo-Verbrenner; aber bei den meisten stellt man fest, dass sie mit dem flüssigem Kraftstoff sehr sparsam umgehen.


Der 1000-Milliarden-Flop der EU-Kommission

Für die Schutzheilige der Berater-Industrie Ursula von der Leyen soll der „Green Deal“ endlich das bringen, was sie weder als Familien- noch als Verteidigungsministerin vorzuweisen hat: Erfolg.

 

Während sich die ihr nahestehende Beraterbranche auf eine üppige Geldquelle freuen kann, schlagen andere die Hände über dem Kopf zusammen. Wer wie von der Leyen eine Billion Euro Steuergeld ausgeben will, sollte den Erfolg sicherstellen können. Ganz sachlich betrachtet, kann davon in diesem Fall keine Rede sein. Denn am Klima wird sich nichts ändern, selbst wenn Europa den CO2-Ausstoß auf null reduzieren würde.


Kommentar von Gastautor Holger Douglas: Die Abschaffung der Autoindustrie geht weiter

Von Hilfen für die in Existenznot geratenen Zulieferer war bei der Videokonferenz der Kanzlerin mit den Großen der Autoindustrie keine Rede. Stattdessen sollen mit staatlicher Stützung Elektro-Autos in den Markt gedrückt werden.

Das Auto mit Verbrennungsmotor ist »durch«, die Abschaffung der wichtigen Automobilindustrie soll weitergehen. Das ist, zusammengefasst, das Ergebnis des gestrigen »Autogipfels«, der in Form einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel, Vertretern der Autoindustrie und Ministerien abgehalten wurde. Staatliche Kaufprämien für Autos mit Verbrennermotoren soll es nicht geben, mit aller Kraft sollen nur Elektroautos in die Welt gedrückt werden. Die will bisher aber kaum jemand.


Die „Umwelthilfe“ kritisiert Plug-in-Hybrid-Verbrauchsangaben – nicht ganz zu Unrecht

Wenn ein 560-PS-Hybrid-Porsche mit einem Durchschnittsverbrauch von 2,2 Litern auf 100 Kilometer angegeben wird, stellt sich die physikalische Frage, ob das überhaupt möglich sein kann. Antwort: theoretisch ja, in der Realität des Alltags unwahrscheinlich. Der offizielle Wert ist zu einem Teil tatsächlich Augenwischerei, die an vielen grünen Tischen in Brüssel ersonnen und von unserer Regierung abgesegnet wurde. Dass die Autogegner vom „Umwelthilfe“-Verein diese surrealen Verbrauchsangaben zum Thema machen würden, war zu erwarten. 


BMW 120 d: Das Ende heckgetriebener Vorurteile

Es ist wieder mal Zeit, Vorurteile über Bord zu werfen: Der BMW 1er galt lange dank seines Heckantriebs als Solitär in der Kompaktklasse und als Garant für sportlich anspruchsvolle Fahreigenschaften. Der von BMW-Liebhabern (auch von mir!) kritisierte Abschied von der angetriebenen Hinterachse würde nicht nur am sportiven Image der Marke, sondern auch am Fahrverhalten kratzen, wurde unterstellt. Der von uns aktuell getestete BMW 120 d hat alle Frontantriebs-Bedenken in Luft aufgelöst.

Auch ich habe kritisiert, dass BMW das eherne Heckantriebs-Prinzip zugunsten der Frontantriebs-Technik aufgeben würde. Jetzt mit „Front-Erfahrung“ verweigere ich mich dem Geschrei vom Untergang bayerischer Fahrfreude, die in unserer (früheren) Vorstellung nur mit Heckantrieb erreichbar schien. Mögen die Nockenwellen-Lyriker noch so sehr trauern: Fahrfreude hängt nicht am Heckantrieb, wie wir im 120d er-fahren haben.


Jens Meiners kommentiert: “Die DUH blamiert sich mit dem Mercedes-Benz GLS”

Er wirkt wie eine Kindergarten-Arbeit, der schmutzig-orange Geier mit Halskrause, den ein Mitarbeiter des Werksschutzes des Daimler-Konzerns am Morgen des 12. August entgegennehmen musste. Dort war Barbara Metz aufgetreten, ihres Zeichens stellvertretende Geschäftsführerin des Abmahnvereins Deutsche Umwelthilfe, mit einem Tross maskierter Mitarbeiterinnen im Schlepptau.


Wirtschafts-Professor Hans-Werner Sinn teilt aus: „Schluss mit den grünen Sperenzchen“

Der renommierte Wirtschafts-Wissenschaftler Hans-Werner Sinn kritisiert nicht nur den „Schwindel mit dem E-Auto“, sondern auch „grüne Sperenzchen“. Sein Fazit: „Wer die deutsche Automobilindustrie ruiniert, hilft damit nicht der Umwelt. Im Gegenteil.“ Seine Aussagen in der FAS und dem Handelsblatt lassen an Deutlichkeit nicht zu wünschen übrig.

 


Wie werden Auto-Präsentationen nach Corona aussehen? Nicht anders, aber kleiner.

Massive Sparprogramme bei den Autoherstellern und Corona scheinen zur Synthese gravierender Veränderungen in Sachen Produktvorstellungen zu werden. In einigen Unternehmen wurde sogar kurz darüber nachgedacht, Fahrvorstellungen neuer Autos ganz zu streichen und nur noch digital zu kommunizieren. Entwarnung: Alle Firmen wollen trotz Corona nicht auf den persönlichen Kontakt zu den Journalisten verzichten.

„Unser Chef schlug vor, dass wir uns das Geld für Fahrveranstaltungen doch angesichts Corona für die nächsten Jahre sparen könnten“, berichtet ein PR-Mann der „keinesfalls“ genannt werden will, weil „ich diesen Anschlags-Versuch auf unsere Pressearbeit dann doch abgewehrt habe“. Mag sein, dass auch andere Manager daran gedacht haben, die künftige Corona-Normalität zum Sparen in der Produktkommunikation zu nutzen; ganz abgeschworen haben sie der Spar-Idee aber auch nicht.


Denn sie wissen oft nicht, was sie sagen

Daimler-Chef Ola Källenius ist nicht allein mit dem wohl am meisten missverstandenen Wort der deutschen Sprache. Als er in Spielberg vorm Formel-1-Rennen erklären sollte, warum die Autos schwarz lackiert sind, sagte er das völlig Falsche, obwohl er das Richtige meinte.

Daimler wolle Toleranz zeigen. Wer sich bewusst macht, dass Toleranz aus dem Lateinischen eigentlich Duldung bedeutet, versteht sofort, dass man mit Toleranz nicht gegen Rassismus zu Felde ziehen kann. Toleranz ist, wenn man andere Meinungen als die eigene „duldet“, ohne sie sich zu eigen machen zu müssen. Tolerieren kann (und sollte) man Menschen, die man nicht mag. Respektieren und achten muss man alle, das darf keine Frage sein.


Gastbeitrag von Holger Douglas/UTR e.V.: Führender Klimaaktivist entschuldigt sich für Panikmache.

»Im Namen der Umweltschützer in aller Welt möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen, die wir in den letzten 30 Jahren geschaffen haben«, schreibt ein Ex-Klimaaktivist. Bricht jetzt die Front der Klimapaniker zusammen?

Kein Witz, sondern bemerkenswerte Worte eines einstigen führenden Propagandisten des menschengemachten Klimawandels. »Der Klimawandel findet statt«, twittert er. »Er ist nur nicht das Ende der Welt. Es ist nicht einmal unser ernstestes Umweltproblem.«


Deutliche Mehrheit für Verbrenner beim nächsten Autokauf

Die 6.000 Euro Prämie beim Kauf eines Batterie- oder Brennstoffzellenautos scheint nicht zu wirken. Das jedenfalls ergab eine Umfrage des Automobilclubs Mobil in Deutschland e.V. , in der sich 18.000 Autofahrer geäußert haben.

Die aktuelle Umfrage des Automobilclubs bestätigt die Skepsis vieler Marktforscher. Lediglich 1,6 Prozent der befragten Autofahrer würden sich heute beim Fahrzeugkauf für ein Elektroauto entscheiden. Welchen Antrieb wollen daher die Autofahrer in Deutschland?


Buchbesprechung: „Goldene Zeiten“  von Harald Kaiser – ein „Must read“

Es gibt wenige Autobücher, die nicht nur im Bücherregal stehen, sondern gelesen werden (sollten). Dieses Buch sollte von jedem gelesen werden, der sich für die automobile Nachkriegsgeschichte interessiert.. Gleichermaßen spannend wie faszinierend vermittelt Ex-Stern-Reporter und -Ressortleiter Harald Kaiser mit seinem „Blick in den Rückspiegel“ die Erfolgsgeschichte des Automobils in Deutschland und der Welt.


H2 – der Kraftstoff der Zukunft? – Mit Wasserstoff kann der Verbrenner  ewig leben

KEYOU-Gründer Thomas Korn

Dass im Verbrennungsmotor auch Wasserstoff verbrannt werden kann, hat BMW schon im Projekt Clean Energy mit dem Zwölfzylinder vor 25 Jahren bewiesen. Das Projekt hat die Showbühne zwar verlassen, aber seit einigen Jahren ist der Verbrenner-Motor mit Wasserstoff wieder Realität. Dank des Münchner Start-ups KEYOU, das einen Wasserstoff-Verbrenner (zunächst) für Nutzfahrzeuge entwickelt hat.

Selbst die Bundesregierung hat die Konzentration auf ihre eingleisige Batterie-Elektromobilität zugunsten der Technologie-Offenheit verlassen und die Wasserstoff-Technologie auf der Zukunfts-Agenda ganz nach oben geschoben. Da Wasserstoff sowohl in der Brennstoffzelle zur Stromerzeugung genutzt werden als auch als Benzin- oder Diesel-Ersatz einen Verbrennungsmotor antreiben kann, scheint Wasserstoff als Kraftstoff der Zukunft mehr als nur Chancen zu haben.


Ist der VW-Machtkampf Herbert Diess gegen Bernd Osterloh entschieden oder ist der Führungswechsel ein Sieg ohne Gewinner?

Niemand glaubt so recht, was die PR-Herolde des Volkswagenkonzerns verkünden: dass Volkswagen-Ex-Chef Herbert Diess den Top-Job als Markenchef abgegeben hat, um „mehr Freiraum für seine Aufgaben als Konzernchef“ zu bekommen und um sich „auf das große Ganze“ konzentrieren zu können. Dabei wird verkannt: Volkswagen als Marke ist das große Ganze! Ob es eine kluge Entscheidung ist, Herbert Diess zu entmachten? Diese Entscheidung ist jedenfalls das klare Signal, dass VW nicht gegen den Betriebsrat regiert werden kann.


Sturm im Wasserglas?: VW-Video ist kein Rassismus, aber unsensibel

So viel Asche auf die Häupter der Verantwortlichen konnte nicht einmal in Sachen Diesel-Gate wahrgenommen werden. Die Staubwolke wird noch lange über der Wolfsburg zu sehen sein. Dennoch gilt: Wer ernsthaft glaubt(e), der umstrittene VW-Werbespot mit einem weggeschnippten Farbigen, entspränge Rassismus, der liegt nicht erst seit der Online-Pressekonferenz vom 11.06. falsch. Was aber alle aus dem Fall gelernt haben (sollten): Es kommt nicht darauf an, welche Botschaft vermittelt werden soll, sondern darauf, wie sie verstanden werden kann.