Diesel-Urteil EuGH: „Kalter Kaffee aus Luxemburg“

Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat gesprochen – und sich zu Umschaltvorrichtungen bei Dieselmotoren geäußert. Doch dabei ist wenig Neues herausgekommen. Professor Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erläutert die Fakten. Dabei wird klar: Zu einer erneuten Kampagne gegen den Selbstzünder taugt das Urteil nicht.

Herr Professor Koch, gerade hat das EuGH ein Urteil zum Thema Dieselabgas gefällt. Betrifft dies nun alle Dieselfahrzeuge?


Fahrvorstellung Toyota Mirai: Brennstoffzelle zum Schnäppchenpreis

Entscheidend ist, was hinten rauskommt, soll einmal ein deutscher Bundeskanzler gesagt haben. Treffender könnte man es auch beim Toyota Mirai nicht formulieren. Es ist reinstes Wasser, was dem Mirai aus seinem Auspuff entweicht. Keine schädlichen Stickoxide, weder Ruß noch andere Schadstoffe. Wenn überhaupt ist das nasse Element in Form von Wasserdampf das einzige Abfallprodukt des Japaners.

Seit 2015 hält Toyota der Wasserstofftechnik die Treue. Genauso lange wie Hyundai. Ansonsten sieht es ziemlich mau aus. Mercedes wagte zwar mit dem GLC F-Cell einen Vorstoß, doch flog der im Frühjahr wieder aus dem Programm. Andere deutsche Autobauer sucht man übrigens vergebens, einzig Honda hat noch ein Serienmodell in petto. Nur fehlte den Japanern bislang der Mut, ihren Clarity auch bei uns zu etablieren. Es gibt ihn nur in vereinzelten Stückzahlen in Nordamerika und Japan.


Der neue VW Tiguan: SUV serienmäßig mit angewandter Verantwortung

Die neueste Ausgabe des VW Tiguan macht deutlich, dass die zu Unrecht pauschal kritisierten SUVs angewandte Verantwortung repräsentieren (können). Effizientere Motoren, Plug-in-Hybride und Stickoxid-optimierte Diesel machen aus dem weltweit erfolgreichsten Volkswagen ein nach wie vor nachhaltiges Automobil, das in Europa das meist verkaufte SUV ist und allein im letzten Jahr 911.000mal gebaut wurde.

Wir haben uns bei unserer Testfahrt für jenen Tiguan entschieden, der bei aller Vernunft als das Flaggschiff der SUV-Baureihe fahrdynamisch Bestwerte im Segment garantiert: das Performance-Modell Tiguan R mit 320 PS und exklusiver Ausstattung. Wenn ein Auto, zumal ein SUV, mit Launch Control in 4,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigt und bis zu 250 km/h schnell fahren kann, ist das „R“ im Namen und der


Volkswagen verabschiedet sich aus dem Verbrenner-Motorsport

Die Konsequenz von Volkswagen in Richtung Elektromobilität ist beeindruckend. CEO Herbert Diess setzt mit dem Ausstieg aus dem fossilgetriebenen Motorsport ein weiteres Zeichen auf dem zur Ultima Ratio erklärten Weg zur E-Mobilität. Know-how aus dem Elektro-Motorsport fließt künftig in Entwicklung der ID. Familie ein. Wenn da nicht auch Inkonsequenz zu sehen wäre.

Aber im Ernst: Wie sollte sich ein solcher Schwenk denn sonst bewerkstelligen, sprich finanzieren lassen, wenn nicht auch mit Benzinern und Diesel das Geld verdient werden muss, den Richtungswechsel zu bezahlen. „Es ist nicht leicht, Werbung für unsere Top-Verbrennungsmotoren zu machen und auf der anderen Seite zu kommunizieren, dass Verbrenner eigentlich passé zu sein haben“, macht ein Marketing-Experte den Spagat in der Kommunikation deutlich. „Und wenn sich dann herausstellt, dass der E-Weg nicht zum massentauglichen Erfolg geworden ist, dann gute Nacht….“


Prof. Thomas Koch (KIT): „Wer den Stickoxid-Ausstoß wirklich auf null setzen möchte, müsste die Elektro-Flotte sofort verbieten“

Droht dem Verbrennungsmotor das Aus? So könnte man die jüngsten Vorschläge des pan-europäischen „Advisory Board on Vehicle Emission Vehicles Standards“ (AGVES) interpretieren. Was dort ausgebrütet wurde, besitzt industriepolitisches Sprengpotential. Professor Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mahnt im Interview, bei den Vorgaben Realismus walten zu lassen – auch um der europäischen Idee nicht zu schaden.

Interview von Jens Meiners mit Thomas Koch.

 

Herr Professor Koch, wie ordnen Sie die Vorschläge des Expertenpanels zur EU-7-Norm ein?


Gastautor Harald Kaiser über Teslas Beinahe-Crash

Kaum zu glauben, aber der Glamourboy der weltweiten Elektroautoszene hat doch tatsächlich mal Tacheles geredet. Kürzlich bekannte Elon Musk, der Chef von Tesla, freimütig, dass es gar nicht lange her ist, dass Tesla beinahe pleite gegangen wäre. Musk hat via Twitter ausgeplaudert, dass es ziemlich knapp war. Hier der Original-Tweet vom 3. November:


Der VDA drängt auf Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität – EU will Verbrenner ab 2025 so gut wie verbieten

VDA-Präsidentin Hildegard Müller ergreift die Initiative, die Angela Merkel bzw. die Bundesregierung längst hätte ergreifen müssen. E-Mobilität-Traumtänzerin Angela Merkel hat sich zwar längst von ihrer illusorischen Wunschvorstellung verabschieden müssen, im Jahr 2020 eine Million Batterie-elektrische Autos auf deutschen Straßen zu haben, aber nicht viel getan, um die wichtigste Rahmenbedingung dafür zu schaffen: eine Lade-Infrastruktur aufzubauen. Das Vorhaben der EU-Kommission, Verbrenner durch technisch nicht machbare Vorgaben praktisch zu verbieten, wird vom VDA hart kritisiert.

Hildegard Müller prescht nun vor, den hochfliegenden Elektrophantasien auf die Beine zu helfen. „Ich möchte deshalb einen Ladesäulen-Gipfel mit allen Beteiligten, mit der Energiewirtschaft, der Wohnungswirtschaft, der Mineralölindustrie, mit den Flughäfen, Parkhaus- und Tankstellenbetreibern, natürlich auch mit Bund, Ländern und Kommunen, und das noch vor Weihnachten.“ Damit setzt die VDA-Präsidentin ein Signal zum nächste Woche anstehenden „Autogipfel“ und die Regierung unter Druck, diese Initiative zu unterstützen.


Kia XCeed Plug-in Hybrid: Sparsam auf der Zeitgeist-Welle

Immer öfter tauchen SUV auf, die ein E im Kennzeichen tragen. Was als Hinweis auf ein Elektromobil verstanden werden kann, bedeutet aber nicht, dass ohne Verbrennungsmotor gefahren wird. Plug-in-Hybride sind groß im Kommen, weil viele Kunden gerne auf Elektromobilität umsteigen möchten, aber auf eine eigentlich unbeschränkte Reichweite nicht verzichten wollen. Der Verbrenner an Bord macht die panische Suche nach einer Ladestation obsolet. Der Kia XCeed Plug-in Hybrid trifft voll auf den automobilen Zeitgeist.

 


„Wir sind dabei unsere Automobilindustrie zu ruinieren und damit auch das Herzstück der deutschen Wirtschaft“

Mobil in Deutschland e.V. im Interview mit Prof. Dr. Hans-Werner Sinn:

Prof. Dr. Hans-Werner Sinn ist einer der bekanntesten Wirtschaftsforscher in Deutschland und war viele Jahre Präsident des renommierten ifo-Instituts. Dr. Michael Haberland, Präsident des Automobilclubs Mobil in Deutschland e.V., hat die deutsche „Koryphäe der Volkswirtschaftslehre“ jetzt vor kurzem in München getroffen und aktuelle Fragen zu Auto, Mobilität und Politik gestellt:

Dr. Michael Haberland: Was war Ihr erstes Auto?


Neues aus der Gerüchteküche: Kommt ein neues BMW-Magazin oder kommt es nicht?

Die Kundenkommunikation mit gedruckten Magazinen ist für die deutschen Autohersteller seit Jahren ein höchst volatiles Instrument. Wenn Krise angesagt ist, werden Budgets gekürzt oder Magazine ganz eingestellt. Manchmal werden sie nur noch digitalisiert im Netz angeboten. Allerdings wird durch die Marktforschung immer wieder bestätigt, dass gedruckte Instrumente zur Kundenbindung wichtig sind.

Wie der renommierte Branchen-Informationsdienst LOUT jetzt berichtet, scheint BMW gerade dabei zu sein, über ein neues Print-Magazin nachzudenken. Siehe auch https://lout.plus/Experten/BMW-Magazin-alleine-stemmen-oder-bleiben-lassen.html


„Autonis“-Designpreis: Audi fünfmal Erster, BMW „beste Designmarke des Jahres“ und Mercedes-Benz schafft „bestes Innenraum-Design“

Wenn auto motor und sport jedes Jahr zur Wahl der besten Design-Neuheiten aufruft, ist eines sicher: Die Leser entscheiden. Keine Fachjury, sondern jene, die Autos kaufen und sagen, was ihnen optisch am besten gefällt.

Gleich fünf Audi-Modelle wurden dieses Jahr prämiert, während BMW zur „besten Design-Marke des Jahres“ gewählt wurde, ein Preis, auf den bislang Mercedes-Benz abonniert war und diesmal für das „beste Innenraum-Design“ ausgezeichnet wurde. Insgesamt standen mehr als 100 Modell-Neuheiten verschiedener Hersteller zur Wahl. Rund 16.000 Teilnehmer haben bei der Leser-Wahl ihre Stimme abgegeben.



VW Passat GTE: Plug-in Hybrid – eigentlich das Beste in Sachen E-Mobilität

Elektrifiziertes Fahren ohne Reichweiten-Angst: Das ist automobile Mobilität mit einem High-Tech Plug-in-Hybrid wie dem VW Passat GTE. Auch wenn keine Ladesäule zur Verfügung steht, lässt sich die Batterie beim Fahren mit dem Verbrennungsmotor voll aufladen. Sie ist dann für rund 50 Kilometer rein elektrischen Fahrens gut. Plug-in-Hybrid: der optimale Kompromiss in Sachen Elektromobilität.

Das ist wirklich optimal: (Fast) endlose Reichweite dank Benzinmotor und emissionsfrei 50 Kilometer elektrisch in der Stadt fahren zu können sind überzeugende Argumente für den Plug-in, der in Sachen Zulassungszahlen (September 2020) gegenüber reinen Batterie-Autos zum Überholen ansetzt. Obwohl vor allem Volkswagen mit dem ID.3 voll auf die Batterie-Auto-Karte setzt, andere Hersteller ebenso das Batterie-Auto langfristig zum alternativlosen Antriebssystem erklären, ist die Skepsis der Kunden offensichtlich. Die Mehrheit der Autokäufer erweist sich immer noch als Batterie-Muffel. Ob sich das ändern wird, bleibt abzuwarten.


Die Heuchelei von Politik und EU kennt keine Scham – „Die permanente Kritik am Auto trägt Früchte“

Der Autozulieferer Continental steht schwer unter Druck. Die von Grünen und der Politik initiierte Stimmungsmache gegen Verbrennungsmotoren bedroht Hunderttausende Arbeitsplätze. Die Schließung des Aachener Reifenwerks 2021 und massive Sparmaßnahmen haben nun zu einer Empörungswelle der Gewerkschaft und der Politik geführt. Zwei Ministerpräsidenten kritisieren, dass Continental nun tut, was lange vorher abzusehen war.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und IG-BCE-Chef Michael Vassiliadis kritisierten die Unternehmensführung für den geplanten Stellenabbau. Und Möchtegern-Kanzlerkandidat Armin Laschet spricht gar von „kaltem Kapitalismus“. Steingarts Morningbriefing zitiert ihn mit dem Satz: „Ist es wirklich euer Ernst, alle eure Gesprächspartner so zu brüskieren und einfach ein Werk zu schließen?“


BMW 4er Cabriolet: Die Romantik eines Cabrios

Ein offenes Auto ist Luxus, ein Auto für besondere Anlässe, für die Fahrt in den Sonnenuntergang oder ins Lieblingscafé. Als das Metall-Klappdach aufkam, positionierte sich das Cabriolet neu als Fahrzeug fürs ganze Jahr. Aber diese Eigenschaft ging aufs Konto der Eleganz – und des Kofferraumvolumens. Längst sind auch Stoffverdecke ganzjahrestauglich; und BMW zieht beim 4er die Konsequenz: Das neue 4er Cabriolet erhält wie schon früher seine Vorgängergenerationen wieder ein Stoffverdeck, die noch als 3er auftraten.

Vom neuen Verdeck, das es übrigens nicht nur in schwarz, sondern auch metallisch schimmernd gibt, profitiert nicht nur die Linie. Es ist außerdem um 40 Prozent leichter als das Klappdach des Vorgängermodells. So kann es bis zu Geschwindigkeiten von 50 km/h in jeweils 18 Sekunden geöffnet oder geschlossen werden, und der Kofferraum wächst um stolze 80 auf nunmehr 300 Liter.


Volkswagen-Chef Herbert Diess sieht seine Elektrostrategie durch den niedrigen Diesel-Kraftstoffpreis gefährdet

Dass sich Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess bei seinen Diesel-Kunden mit der Forderung nach einem höheren Diesel-Kraftstoffpreis keine Freunde macht, dürfte klar sein. In der Wolfsburg wird hinter vorgehaltener Hand kritisiert, „dass sich unser Chef damit als sozialistischer Planwirtschaftler geriert“.

 

Offensichtlich wird in der Diskussion, dass der schizophrene Spagat zwischen notwendigem Geldverdienen mit Verbrennern und der teuren E-Mobilisierung den Konzern strategisch fast zerreißt. Während Diess die von der EU-Kommission geplante Verschärfung der CO2-Grenzwerte für Volkswagen für machbar hält, sehen ganze Heerscharen von Motorenentwicklern nicht nur ihre Leistungen diskreditiert, sondern den „politisch erzwungenen Weg in die Elektromobilität für ein großes Risiko, weil er marktwirtschaftliche Grundgesetze und die Wünsche der Kunden ignoriert“.