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Mercedes-Chef Ola Källenius revidiert E-Strategie – Der Verbrenner wird noch lange leben

Wenn ich wetten müsste, was in der Automobilentwicklung die nächsten Jahre Realität werden wird, dann zwei Dinge: 1. Das so genannte Verbrenner-Verbot wird noch vor der geplanten EU-Überprüfung 2026 fallen. 2.: Die Autohersteller, die keine Verbrenner mehr entwickeln wollen und schon einen Verbrenner-Endtermin genannt haben, werden ihre Aussagen revidieren.

So auch Daimler-Chef Ola Källenius, der noch 2021 sagte, dass Mercedes ab 2035 nur noch Batterie-Autos verkaufen werde. Nun rudert er in realistische Gefilde zurück und beschränkt sich darauf, 2035 nur noch die Hälfte an Batterieautos verkaufen zu wollen. Aber selbst das ist nicht sicher, wie wir aus Källenius´ Umfeld hören.

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Nach dem abrupten Ende der E-Prämie: Wackelt jetzt auch noch das Diesel-„Privileg“?

Mir fällt kein Begriff ein, der so falsch und bösartig verfälscht in die mediale Landschaft geblasen wird wie jener vom angeblichen Diesel-Privileg. Leider haben nicht nur die Politiker, sondern auch die Medienmacher ein Gedächtnis wie unser Bundeskanzler. Als kürzlich Professor Harald Allwissend h.c. Lesch beim sonntäglichen Presseclub anrief, um seine Sparvorschläge für die Ampel auszubreiten, nannte er natürlich das „Diesel-Privileg“ als Möglichkeit, fehlende Milliarden abzuschöpfen.


Tiefschlag für E-Autos: Sie sollen zu Spitzenlastzeiten vom Netz – es droht Stromrationierung

Was noch vor kurzem als Verschwörungstheorie abgetan wurde, ist nun hoch offizielle Wirklichkeit: Ab 1. Januar 2024 kann es sein, dass sich E-Auto-Besitzer darüber wundern, weil ihr E-Auto trotz längerem Aufenthalt an einer Ladestation noch immer eine leere Batterie anzeigt.

Der von der Politik nur leise gemurmelte Grund: Um die Netze nicht zu überlasten, will der Grüne Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, den Strom zeitweise begrenzen. „Wenn nachgewiesen ist, dass es diese Netzüberlastung geben könnte, dann gibt es ein Recht des Verteilnetzbetreibers zu dimmen“, sagt Müller.


Wie fake-framing das E-Auto durchsetzen soll

Immer deutlicher wird, dass die E-Auto-Lobby nicht dem Markt und damit den Kundenwünschen folgen will, sondern einen knallharten Kampf gegen Technologieoffenheit  führt. Den Gipfel der Polemik formulierte kürzlich William Todt, Chef der NGO Transport & Environment, die auch in Brüssel für das Batterie-Auto kämpft. Mit der Behauptung, dass die Emissionen von E-fuels-Autos fünfmal so hoch wären wie die batteriegetriebenen, dürfte er sich nachgerade lächerlich machen.


BYD Seal: Tesla-Jäger aus China

Automobil-Designer sind nicht nur bei den Formen kreativ, sie entwickeln auch bei der Definition ihrer Entwürfe eine beachtliche Kreativität. Die neue Mittelklasselimousine Seal des chinesischen Herstellers BYD kommt daher in der neuen Formensprache „Ocean Aesthetics“ auf den Markt, was der Tatsache geschuldet sein mag, dass „Seal“ auf Deutsch Robbe bedeutet. Und das ist gar nicht so weit hergeholt, denn die Limousine ist tatsächlich ähnlich glatt gestaltet wie der Meeresbewohner.

Von Walter Wuttke (cen)

Mit dem Modell startet der nach eigenen Angaben weltweit am schnellsten wachsende Automobilhersteller in die vor allem von deutschen Herstellern beherrschte Mittelklasse und schickt gleichzeitig eine Kampfansage an Tesla, die in dieser Klasse mit dem Model 3 die Elektro-Abteilung dominiert. Die 4,80 Meter lange Limousine ist das aktuell fünfte Modell des chinesischen Konzerns, der vor 20 Jahren den Schritt vom Batterie- zum Automobilhersteller wagte. Seit dem Start auf dem deutschen Markt hat die Marke rund 3500 Fahrzeuge über aktuell 17 Händler abgesetzt. Diese Zahl soll im kommenden Jahr auf mindestens 100 steigen.



Citroën C5 X: Alternative für Individualisten

Das Flaggschiff von Citroën war immer etwas Besonderes: Der legendäre DS, 1955 vorgestellt, war seiner Zeit über zwei Jahrzehnte voraus, der 1974 nachfolgende CX führte das Stromliniendesign auf die Spitze. Der neue C5 X soll die Tradition exklusiver Fortbewegung à la française fortsetzen.

Italienisch inspirierter Futurismus zeichnete den XM von 1989 aus, und der in deutlich geringeren Stückzahlen gebaute C6 von 2005 präsentierte sich wiederum als ausgesprochenes Designerstück. DS ist inzwischen zur eigenen Marke avanciert, zuständig für die Prestige-Modelle, aber mit dem C5 X gibt es inzwischen auch wieder einen großen Citroën.


IAA München: „Wir sind in der Rolle des Getriebenen“

„Schaut man auf die Buchungen, haben wir bei der Entwicklung des IAA-Konzepts alles richtig gemacht“, sagte Johannes Plass, einer der Väter der IAA Mobility in München und Chef der renommierten Design-Agentur Mutabor vor der Ausstellung im Interview mit der Autoren-Union Mobilität. Er hatte sich überzeugt gezeigt, die IAA werde ihrer „Rolle als letzte große europäische Mobilitätsplattform gerecht“ und sah die Chance, der „Summit“ der IAA könne eine gemeinsame Strategie der deutschen Hersteller erkennen lassen. Nach der Messe und den ersten Analysen fragen wir jetzt nach.