Autotests auf dem Mond – Die Geschichte der Mondautos

Als 1971 das erste von einem Menschen am Joystick gesteuerteAuto auf dem Mond den Milliarden Jahre alten Staub aufwirbelte, hielt die Welt zwar nicht mehr so sehr den Atem an wie bei der ersten Mondlandung 1969. Aber die Spazierfahrten mit dem von dem Deutschen Georg von Tiesenhausen entwickelten „Lunar Roving Vehicle“ überraschte mit spektakulärer Geländegängigkeit. Die Geschichte dieses ungewöhnlichen Autotests und weiterer Monfahrzeuge hat der Journalist Harald Kaiser minuziös aufgezeichnet und in einem sehr sehens- und lesenswerten Buch zusammengefasst. Zahlreiche authentische Fotos und illustrationen vermitteln viele bislang unbekannte Details der Mond-Fahrzeuge.

Dass die Sowjetunion bereits 1970 ein Mondauto auf dem Trabanten Platziert hatte, ist nie so richtig publik geworden. Der Lunochod 1 wurde von der Erde aus ferngesteuert. Der amerikanische Lunar Rover dagegen wurde von einem Astronauten echt gesteuert, der ungeachtet von Verkehrsregeln seine Bahnen zog. Gleichwohl überraschten die Sowjets mit ihrem ferngesteuerten Vehikel die Amerikaner, was zweifellos eine technische Meisterleistung war. In Kaisers Buch wird detailliert erklärt, wie Lunochod 1 gesteuert wurde, der in knapp einem Jahr mit Tempo zwei bis drei km/h etwa zehn Kilometer zurücklegte.

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VW ID. Every1: Der Preis ist heiß

Mit dem ID.Every1 will Volkswagen der E-Mobilität einen neuen Schub verleihen. Der jetzt in Düsseldorf vorgestellte Kleinwagen (er wird voraussichtlich ID.1 heißen) soll mit einem Preis von etwa 20.000 Euro die wichtige Preisschwelle erreichen, die dem Massenerfolg reiner Batterieautos bislang im Wege steht. Dass der hübsche Kleinwagen erst Ende 2027 zu den Händlern rollt, trübt die Vorfreude.

Die Präsentation in Düsseldorf fand nicht nur vor 350 Journalisten statt, sondern in den folgenden Tagen auch vor rund 10.000 VW-Händlern. Wenn es an diesem Abend eine Meinungsumfrage gegeben hätte, wäre die Zustimmung mehrheitlich überwältigend gewesen. Der Kleine verspricht ein ganz Großer zu werden. Wenn nur nicht diese lange Wartezeit bliebe. Die VW-Strategie in die E-Mobilität war von Anfang an zwar konsequent, aber von Volkswagen werden nun einmal Volkswagen erwartet, also Autos, die sich breite Schichten leisten können. Mit dem ID.1 soll das möglich werden.


DS No. 8: Französische Anti-Stress-Therapie

Französische Autos sind bekannt für ihren Komfort, sowohl beim Fahren als auch dem Leben an Bord. DS Automobiles will beides mit dem neuen Elektro-Flaggschiff No. 8 (Chanel lässt grüßen) auf die Spitze treiben.

Von Frank Wald

„Umschmiegende“ Massagesitze? Check. Nackenwärmer? Na klar. „Künstlerische“ Ambientebeleuchtung? Aber sicher. Dazu ein adaptives Fahrwerk, das nicht nur Unebenheiten glättet, sondern auch vorausschauend auf Straßenzustände reagiert. Sogar das Ladeerlebnis der vollelektrischen Coupé-Limousine soll der „fortschrittlichen Entspannung“ dienen. Klingt alles gut – solange man nicht hinten sitzt.


Aston Martin Vanquish: Zwölfender mit Stil

In Gesprächen über den britischen Autobauer Aston Martin klingt immer etwas Ehrfurcht mit. Es ist zum einen für jedermann eine äußerst faszinierende Marke, zum anderen begeistern die stets in Handarbeit hergestellten Fahrzeuge durch sportlich-elegantes Design, herausragende Technik und vor allem mit britischem Stil und viel Fahrspaß.

Von Falk von Ried


Wer hat den VW Käfer wirklich erfunden?

Fragen Sie Ihren Freund, Nachbarn oder Tankwart, wer den VW Käfer erfunden hat. Mit Sicherheit werden die meisten antworten: Ferdinand Porsche. Ein Irrtum, wie der Journalist Harald Kaiser in seinem lesenswerten Buch „Vor 100 Jahren“ aufgeschrieben hat.


Ist das der/die typische Jaguar-Fahrer/in? Der neue Markenauftritt geht weg von traditionellen Werten

Man kann es sich in etwa vorstellen, wie die Marketing-Experten bei Jaguar diskutierten, um das Image der Traditionsmarke in die Schwerelosigkeit surrealistischer Fantasien zu katapultieren. Vorgabe: unbedingt weit weg von automobiler Leidenschaft.

Markenrelevanten Ideen, die automobile Legenden der Vergangenheit und Gegenwart erkennen ließen, wurde der Daumen nach unten gezeigt. Was ins woke abgefahrene Weltbild passte, wurde beklatscht. Gefördert und beklatscht wurde ein Weltbild, in dem automobile Werte keinerlei Existenzberechtigung haben, das Automobil eher als moralischer Ballast in Erscheinung treten kann.


VDA-Präsidentin Hildegard Müller bei Hart aber Fair: „Wir sollten uns ehrlich machen“

Die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, schlug Alarm – aber leider nur  diplomatisch verhalten. Der Verband rechne mit dem Verlust von 190.000 Arbeitsplätzen inklusive Zulieferindustrie. Schuld daran habe allerdings nicht das Industrie-Management.

„Ich finde, dass wir eine neue Ehrlichkeit in der Debatte brauchen“, forderte sie in der TV-Runde. Um dann gleich unehrlich zu klingen: „Die Transformation in die Elektromobilität führt dazu, dass Arbeitsplätze sich verändern“ wich sie der Tatsache aus, dass E-Mobilität Arbeitsplätze nicht nur verändern, sondern überflüssig machen wird. Veränderung ist zwar richtig, aber nicht des Arbeitsplatzes, sondern Veränderung in die Arbeitslosigkeit. Warum spricht Frau Müller das nicht klar aus, sondern vernebelt die Fakten  bagatellisierend mit dem Terminus „Veränderung“?


Vorstellung von Teslas Robotaxi im Filmstudio: Elon Musk wird in Deutschland unterschätzt

Tesla hat unter dem Motto „We, robot“  in den Warner Filmstudios sein Robotaxi vorgestellt. Es soll vor 2027 für unter 30.000 Dollar zu kaufen sein und es kleinen Unternehmen ermöglichen, einen Taxi-Betrieb zu eröffnen. Irgendwann soll dieses Fahrzeug sicher auch für normale Kunden angeboten werden. Außerdem will Musk Tesla zu einer Robotic-Firma machen.

Als vor einigen Jahren Elon Musk erklärte, Raketen bauen zu wollen, die zurückkommen und auf der Erde punktgenau landen würden, hielt ich das für unrealistische Fantasterei. Als ich das erstmal live verfolgen konnte, wie eine zurückkehrte Rakete butterweich landete, hielt ich bewundernd die Luft an. Wer versucht, einen Bleistift hinzustellen, erkennt, was das für eine physikalische Herausforderung ist. Zumal für eine Rakete.