Der neue VW ID.3 Neo ist das Auto (geworden), das es von Anfang an sein sollte

Der ID.3 Neo mit einem neuen Gesicht

ID.3-Kunden werden neidisch auf den erwachsen gewordenen ID.3 schauen, müssen sich aber mit ihrem in vielen Details inzwischen technisch und praktisch überholten ID.3 begnügen. Es ist leider bei allen technischen Produkten so, dass der Käufer immer wieder von Neuentwicklungen überholt wird. Mit anderen Worten: Man hat selten das neueste Produkt für lange Zeit. Das ist bei Autos nicht anders als beim Laptop, TV-Gerät oder smart-Phone.

Der Neo ist einem umfassenden Reifeprozess unterzogen worden. Man könnte auch sagen, dass er erwachsen geworden ist. Das fängt schon beim Gesicht an. Die Frontpartie ist ästhetisch sehr gelungen, hat an Klarheit und Charakter, an Stil und markentypischen Ausdruck klar gewonnen. So soll künftig die ganze ID.-Familie aussehen. VW nennt das Design im besten Marketing-Englisch „Pure Positive“.

Im Pressetext heißt es: „Im Exterieur des ID.3 Neo spiegelt sich der Anspruch von „True Volkswagen“ in einer neu designten Frontpartie mit einem durchgehenden Lichtband und beleuchtetem Logo wider. Die Gestaltung folgt der von Andreas Mindt – Chefdesigner der Marke und des Konzerns – definierten Volkswagen Designsprache „Pure Positive“. Dach, Heckspoiler und Heckklappe sind wie bei klassischen Volkswagen Kompaktmodellen in Wagenfarbe lackiert, wodurch der ID.3 Neo länger, flacher und dynamischer wirkt.“ Im Inneren hebt sich der ID.3 Neo vom Vorgänger positiv ab: VW hat die Kundenkritik also ernst genommen und ist von vielen Berührungs-Steuerelementen hin zu haptisch gefälligen Tasten zurückgekehrt.

Das Heck erscheint klar und schnörkellos  Fotos Volkswagen

Wir hätten nicht gedacht, dass die „moderne“ Berührungssteuerung im ersten ID.3 mehrheitlich abgelehnt bzw. kritisiert wird. Zumal weil man sich eigentlich schnell daran gewöhnt, per Berührungsschiebe-Regler Einstellungen vorzunehmen. Es wäre doch heute unvorstellbar, das smart-Phone mit richtigen Knöpfen zu steuern. Kein Handy-Hersteller käme auf die Idee, die Berührungsteuerung aufzugeben. Das einstmals erfolgreiche Blackberry ist mit seinen favorisierten Mini-Tasten gestorben, vom Markt verschwunden…

Andererseits hat VW die Kritik ernst genommen und kundenorientiert reagiert. Das ist lobenswert. Die wieder vorhandenen Tasten dürften von den Kunden begrüßt werden. Die intuitive Bedienbarkeit hat sicher gewonnen. Lobenswert auch: Die verbauten Interieur-Materialien strahlen die Wertigkeit einer höheren Klasse aus.

Neben vielen zahlreichen Assistenzsystemen (wie zum Beispiel Lane Assist, Front Assist und der Abbiegebremsfunktion) bekommt das elektrische Kompaktmodell dank der neuesten Softwaregeneration eine Bandbreite neuer Funktionen. Dazu gehören zum Beispiel der weiterentwickelte Connected Travel Assist mit Ampelerkennung (optional) sowie das sogenannte One-Pedal-Driving, bei dem das Fahrzeug bis zum Stillstand rekuperiert. Darüber hinaus ist es wie bei allen neuen ID.- Modellen nun möglich, über die Funktion Vehicle-to-Load externe Geräte – von Elektrogrill bis E-Bike – mit einer Leistung von bis zu 3,6 kW direkt über die Hochvoltbatterie mit Strom zu versorgen.

Klar, aufgeräumt und ergonomisch optimiert: Die Armaturen

Zum Start wird es das neue Modell in drei Ausstattungslinien („Trend“, „Life“ und „Style“) und drei Leistungsstufen sowiemit ebenfalls drei verschiedenen Batteriegrößen geben. Die drei E-Maschinen entwickeln eine Leistung von 125 kW (170 PS)03, 140 kW (190 PS)04 und 170 kW (231 PS)05. Die 125-kW-Version ist an eine Batterie mit einem Energiegehalt von 50 kWh (netto) gekoppelt. Es ist die serienmäßige Konfiguration des ID.3 Neo Trend. Der ID.3 Neo Life und ID.3 Neo Style werden optional zudem mit einer 58-kWh-Batterie (netto) und 140 kW sowie einer 79-kWh-Batterie (netto) mit 170 kW konfiguriert werden können. Der neue ID.3 Neo soll Reichweiten bis zu 630 Kilometer ermöglichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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