Citroën C5 X: Alternative für Individualisten

Citroën C5X Plug-In Hybrid.

Das Flaggschiff von Citroën war immer etwas Besonderes: Der legendäre DS, 1955 vorgestellt, war seiner Zeit über zwei Jahrzehnte voraus, der 1974 nachfolgende CX führte das Stromliniendesign auf die Spitze. Der neue C5 X soll die Tradition exklusiver Fortbewegung à la française fortsetzen.

Italienisch inspirierter Futurismus zeichnete den XM von 1989 aus, und der in deutlich geringeren Stückzahlen gebaute C6 von 2005 präsentierte sich wiederum als ausgesprochenes Designerstück. DS ist inzwischen zur eigenen Marke avanciert, zuständig für die Prestige-Modelle, aber mit dem C5 X gibt es inzwischen auch wieder einen großen Citroën.

Eleganz kann man dem C5 X nicht absprechen

Wir sind ihn in der neuesten Variante gefahren, als Plug-in-Hybrid mit einer Systemleistung von 180 PS. Er steht mit mindestens 46.290 Euro im Angebot, mit 130-PS-Dreizylinder ohne Hybridisierung kostet der C5X übrigens nur 32.490 Euro. Mit 481 Zentimetern Länge, 186 cm Breite und 149 cm Höhe ist der C5 X großzügig dimensioniert. Das X deutet dabei auf die Crossover-Eigenschaften hin: Die Limousine ist „höhergelegt“, wirkt voluminös und langgestreckt, mit einer bulligen Nase und einem Fließheck mit vollwertiger Heckklappe. Eine gewisse Eleganz kann man dem C5 X nicht absprechen, vor allem aber verfügt die Karosserie über praktische Vorzüge.

C5 X: Präsenter Auftritt in der oberen Mittelklasse                   Fotos: cen

Das Raumangebot ist vorn wie hinten ausgesprochen großzügig, und der variable Gepäckraum fasst 485 Liter, 60 weniger als das Einstiegsmodell ohne Hybridisierung. Mindestens ebenso ungewöhnlich wie das Exterieur wirkt das Cockpit des C5 X, und auch das ist schon seit dem ursprünglichen DS eine echte Citroën-Tugend. Hier wird nicht mit blassen Stoffen und pseudo-analogen Anzeigen die gute Stube auf die Straße gebracht, sondern der Hightech-Charakter einer modernen Kommandozentrale zelebriert. Farben und Formen sind experimentierfreudiger als bei der Konkurrenz, die Digitalisierung wird ästhetisch anspruchsvoll umgesetzt.

Die Fahrleistungen können sich sehen lassen

Die Materialien könnten teilweise etwas anspruchsvoller sein – aber dafür gibt es ja jetzt die bereits erwähnte Schwestermarke DS. Modern will auch der Antrieb sein; es handelt sich um einen Plug-in-Hybrid auf Basis eines 1,6-Liter-Vierzylinders, der im Zusammenspiel mit einem vorn liegenden Elektromotor gekoppelt über eine Achtgang-Automatik bis zu 180 PS auf die Vorderräder bringt. Die Fahrleistungen können sich eigentlich sehen lassen: Von 0 auf 100 km/h in 8,6 Sekunden, die Spitze liegt bei 225 km/h. Darüber rangiert noch eine bereits bekannte Version mit einer Systemleistung von 224 PS (165 kW), die im oberen Drehzahlbereich noch etwas mehr Leistung bietet. Doch die 180 PS genügen, zumal das komfortabel und gutmütig ausgelegte Fahrwerk des C5 X zum entspannten Dahingleiten einlädt.

Bei forscher Gangart ist es mit den guten Manieren allerdings vorbei: Unter hoher Last lassen spürbare Vibrationen den Vorderwagen erzittern. Hier sollten die Franzosen dringend nachbessern, zumal ähnliche Mängel im Antriebskomfort beim Schwestermodell C5 Aircross unbekannt sind. Es ist übrigens bedauerlich, dass es den C5 X nicht mit einem der sparsamen und sauberen Dieselmotoren gibt, die nach wie vor im Stellantis-Baukasten verfügbar wären. Der 180-PS-Hybrid verbraucht im offiziellen Zyklus übrigens nur 1,2 Liter pro 100 Kilometer – ein Verbrauch, der sich im Realbetrieb nur unter günstigsten Umständen und auf kurzen Strecken erreichen lässt. Die elektrische Reichweite liegt bei 63 Kilometern.

Die Wettbewerber sind im Premium-Segment verortet

Die Ausstattung ist schon in der Basis ordentlich: Schon in der Einstiegsvariante namens You verfügt er über ein digitales Kombiinstrument, 19-Zoll-Alufelgen, ein Navigationssystem und viele weitere Goodies. Die 2510 Euro teurere Plus-Version bietet zusätzlich unter anderem einen größeren Bildschirm, ein Head-Up-Display und Komfortsitze, die mit Echtleder bezogen sind. Eine breite Zierleiste aus Holzimitat mit polygonaler Struktur rundet das Paket ab. Die noch besser ausgestatteten Varianten Max und Hypnos gibt es nur mit dem stärkeren Plug-in-Antrieb.

Die Konkurrenten für den C5 X sind vor allem im Premiumsegment verortet, doch so geräumig und komfortabel wie dieser Franzose sind wenige von ihnen, so ungewöhnlich gestaltet schon gar keiner. Der große Citroën vertritt Werte wie Design, Komfort und Praktikabilität, für die die Marke seit vielen Jahrzehnten steht – und er ist damit eine echte Empfehlung für Familien, für Geschäftsreisende und für Individualisten. (cen/jm)

Technische Daten Citroën C5 X Plug-in-Hybrid

180Länge x Breite x Höhe (m): 4,81 x 1,86 x 1,49 Radstand (m): 2,79

Antrieb: Plug-in-Hybrid, 1,6-Liter-Vierzylinder,

Leistung: 133 kW / 180 PS

Max. Drehmoment: 320 Nm

Höchstgeschwindigkeit 225 km/h

Beschleunigung: 0 auf 100 km/h: 8,6 Sek.

Batteriegröße: 54 kWh

WLTP-Durchschnittsverbrauch: 1,2 LiterCO2-Ausstoß: 27 g/km

Leergewicht: 1797 kg

Preis: 46.290 Euro

 

 

1 Kommentar zu "Citroën C5 X: Alternative für Individualisten"

  1. Citroën C5 X: Immer wenn Citroën ein neues Auto präsentiert, steht es im Wettbewerb zu einem Citroën welcher erstmals 1955 auf den Markt kam.
    Der Citroën DS, auch bekannt als „Göttin“ (französisch: Déesse), ist ein legendäres Automodell, das erstmals 1955 auf den Markt kam. Es war ein revolutionäres Auto seiner Zeit und führte viele innovative Technologien und Designmerkmale ein.

    Ob der Citroën C5 X auch das Zeug dazu hat einen zweiten Namen wie der Citroën DS „Göttin“ verliehen zu bekommen wird sich zeigen. Der VCD Verbrenner Club Deutschland im UTR e.V.glaubt, dass der Name „Komfort-Göttin“ wirklich passend für den Citroën C5 X klingen würde, da er sich durch sein hohes Maß an Komfort und Luxus auszeichnet. Dieser Spitzname würde eine der herausragenden Eigenschaften des Fahrzeugs betonen und vermittelt gleichzeitig eine gewisse Eleganz und Exklusivität

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