Das Elektroauto

Gastbeitrag des UTR e.V. : Zweifel am batteriebetriebenen Elektroauto

Das Konzept so mancher Umweltschützer unterscheidet sich kaum von dem was im Mittelalter Pfarrer zu predigen pflegten: vor dem Weltuntergang Angst machen. Ihr aktueller Alarmruf: „Diesel Autos vergiften die Menschen“! „Fahrverbote müssen her!“  „Der Klimawandel bedroht die Menschheit“!

Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre. Da waren die Schleifspuren der wirtschaftlichen Erfolge des Wirtschaftswachstums Deutschlands deutlich zu sehen. Betriebe leiteten ihre Abwässer ungefiltert in die Flüsse und Bäche. Folge: Umkippende Gewässer, dicke Rauchschwaden über Schloten im Ruhrgebiet, verpestete Luft in den Innenstädten.

Das war zu jener Zeit, in der der Himmel über dem Ruhrgebiet noch schwarz war.

Heute ist der Himmel nach einer beispiellosen technischen Aufholjagd wieder blau, die Umwelt relativ sauber geworden. Zumindest hierzulande. Katalysatoren in den großen Kraftwerken, in Autos, Abwasserfilter halfen, Luft und Wasser sauberer zu machen. Wer sich heute an die Luft damals in großen Städten erinnert, kann über die heutige Diskussion nur milde lächeln.

  • Trotzdem haben die Umweltaktivisten den Staatsapparat gekapert, können Grenzwerte und Normen in ungeahnte Höhen schrauben und sich dann über die Industrie hermachen, die politisch überzogene Grenzwerte kaum noch bei vernünftigem Aufwand einhalten kann.

Es lassen sich mit Hilfe einer unglaublich leistungsfähigen Spurenanalytik geringste Spuren von Stoffen bis hin zu einzelnen Molekülen im Urin grüner Abgeordnete gnadenlos aufdecken. Doch das Verständnis ist nicht mit gewachsen, was diese Spuren bedeuten, die die chemische Analytik finden kann. Der Weltuntergang ist eben nicht nahe. Ganz zu schweigen davon, dass es für die Umwelt viel hilfreicher wäre, die Rettungsmilliarden in Ländern der Dritten Welt vernünftig auszugeben, in denen sie viel mehr ausrichten könnte als hierzulande. Doch auf das Retten kommt es nicht an, sondern auf das große Geschäft mit der Umweltangst.

Grüne NGO`s  träumen davon die Demokratie komplett abzuschaffen. Ein kleiner Diktator täte schon gut im Sinne der Rettung des Weltklimas.

Doch die Erde dreht sich noch einigermaßen, den Wald gibt es noch, das Ozonloch ist weg. Einen Atomkrieg haben wir auch nicht erlebt – eigentlich ist alles wie früher. Lediglich mehr Tofu anstelle von T-Bone-Steak.

Was haben sie nicht alles vorhergesagt: 

Überbevölkerung, schmelzende Polkappen, steigende Meeresspiegel; Waldsterben war mal fürchterlich »in«. Ozonloch, Atomkrieg und überhaupt die Klimakatastrophe sorgten für schön schaurige Schlagzeilen. Aber eine solche Kassandra ist wohl ein zu gutes Geschäftsmodell, als dass man es freiwillig aufgibt.

  • Doch die Propheten der Katastrophe wollen etwas anderes: Die Gesellschaft total umbauen und die Demokratie abschaffen zugunsten eines ökologisch autoritären (oder gar totalitären?)  Systems.

Die Folgen sind schon sichtbar: Verunglimpfung von Kritikern des Klimaalarmismus als Ketzer. Andere Meinungen werden mundtot gemacht, die wirtschaftliche Existenz vernichtet.

Der Zwang zu immer neuen unsinnigen und teuren Vorschriften: Häuser müssen zwangsweise verpackt werden in brandgefährliche Kunststoffverpackungen. Tatsächlich ist es in den Passivhäusern bis zur Zuteilung der Atemluft nicht mehr wirklich weit.

Ein Land nimmt fast widerspruchslos hin, dass seine preisgünstige, zuverlässige Energieversorgung gekappt wird.

An den Universitäten hat eine Forschung Einzug gehalten, die diesen Namen nicht mehr verdient. Es darf nur noch das herauskommen, was in das katastrophenpolitische Konzept passt. (»Weisen Sie nach, wie die Energiewende gelingt!«) Gerne auch mal wieder mit Bücher verbrennen.

Ich kann mir gut vorstellen, sie würden auch noch erzählen, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Und zu befürchten steht, dass das viele für bare Münze nehmen. Betrüger und Scharlatane – in der Wissenschaft – ein großartiger Erfolg des neuen Menschen.

Es werden Subventionen für Elektrofahrzeuge die der Umwelt nicht helfen großzügig verteilt.

Wobei viele Käufer von Elektrofahrzeugen in der Regle finanziell weitaus besser gestellt sind als der  normale Durchschnittsverdiener. Wer kann schon so eben mal  60 000.- Euro für ein E-Auto ausgeben. Die Reichen nehmen also die Subventionen auf Kosten der Armen in Anspruch!

Die Ladestationen die man zum Aufladen all dieser Elektrofahrzeuge benötigt, werden von allen Stromkunden bezahlt und  die Stromkosten werden natürlich weiter steigen.

Die Reichen lassen sich Sonnenkollektoren zum Aufladen ihrer Elektrofahrzeuge installieren. Dadurch fallen die Bereitstellungskosten für den Strom auf diejenigen, die sich dies nicht leisten können.

Es gibt jedoch keine wirtschaftliche oder ökologische Rechtfertigung für die vielen Milliarden Euro an Subventionen, die Deutschland zahlt, um die Einführung der E-Mobilität zu beschleunigen.

Wohlhabende E-Autokäufer, verlagern einen Teil der Kosten ihrer Anschaffung auf diejenigen die weniger wohlhabend sind.

Und dazu kommt noch, dass dieses E-Auto gar nicht so sauber ist, wie seine Besitzer glauben.  Stattdessen wird es die Öko-Bilanz der Länder verschlechtern. Das liegt einfach daran, dass E-Autos auf Feststoffbatterien angewiesen sind. Mit diesem Auto wie mit einem Diesel schnell weite Strecken zurückzulegen ist kaum möglich.

Bleibt festzustellen: Die technischen und vor allem wirtschaftlichen Möglichkeiten reichen einfach nicht aus, auf breiter Front eine Antriebsform »Strom« zu gewährleisten. Bisher jedenfalls. Elektromobilität ist nicht per se schlecht, aber auch nicht der Heilsbringer. Es ist wie überall: Umsonst ist nichts. Wer sich bewegen will, benötigt Energie und produziert Abfallprodukte. Das beginnt, wenn der Mensch läuft und und setzt sich fort bei Auto und Lastwagen. Altgediente Fachleute wie der berühmte frühere Motorenchef von Opel, der knorrige Fritz Indra, schimpft: »Das Elektroauto löst kein einziges Umweltproblem und leistet keinen Beitrag zum Klimaschutz. Die Energiebilanz ist schlecht und baldige Lösung nicht in Sicht.«

Immerhin melden sich einige Fachleute zu Wort. So sehen 25 der führenden Antriebs-Techniker an deutschen, österreichischen und Schweizer Hochschulen die Entwicklung mit Sorge. Sie halten ein Diesel-Verbot für falsch.

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Kraftfahrzeug- und Motorentechnik WKM sagt: »Nach allen Vorhersagen werden im Jahr 2030 mehr Verbrennungsmotoren weltweit gebaut werden als heute, weshalb eine intensive Forschung und Weiterentwicklung und ein Hochhalten der Technologieführerschaft sinnvoll ist.

Die WKM prognostiziert eine sehr lange andauernde Notwendigkeit verbrennungsmotorischer Antriebe, insbesondere auch des Dieselmotors.« Denn der Verbrennungsmotor sei immer noch Motor der Mobilität, des Güterverkehrs und der mobilen Arbeitsmaschinen. Diese Rolle werde durch elektrische Antriebe ergänzt, jedoch nicht ersetzt.

Mittlerweile haben die Forscher die komplizierten Prozesse während der Verbrennung so gut verstanden, dass die Stickoxide keine Rolle mehr spielen. Sie können die Verbrennung so steuern, dass die Stickoxide vermindert werden. Die werden bei der Nachbehandlung der Abgase durch eigenen Katalysator unschädlich gemacht. Immissionsgrenzwerte könnten, so die Antriebs-Techniker weiter, aufgrund des heutigen Technologiestandes ausnahmslos eingehalten werden. Sie heben den besonderen Vorteil des Verbrennungsmotors mit seiner effizienten und flexiblen Nutzung von Kraftstoffen mit hoher Energiedichte und exzellenten Lagerungs- und Verteilungsmöglichkeiten hervor.

Heute sorgen Holzöfen und Kamine in den Städten für mehr Feinstaub als Automotoren. Die blasen fast nichts mehr aus dem Auspuff.

Die extremen Normen heute könnten die Autohersteller ohne Dieselmotoren nicht mehr erreichen.

Denn Diesel nutzen den Kraftstoff besser als der Ottomotor aus, verbrauchen also weniger, stoßen weniger Abgase aus. Insgesamt, so rechnet der Verband der Automobilindustrie (»95-Gramm-Ziel ist sehr ambitioniert!«) vor, dass sich der durchschnittliche CO2Ausstoß auf 132,7 Gramm pro Kilometer erhöht, wenn alle Dieselmotoren durch Benzinmotoren ersetzt werden.

Die Batterien sind mittlerweile zwar leistungsfähiger geworden, 150 statt 50 Kilometer erreichen sie heute. Beim großen mit Akkus vollgestopften Tesla reicht es immerhin zu 300 bis 500 Kilometern. Doch auf breiter Front durchgesetzt haben sich Autos mit Verbrennungsmotoren. Denn bestimmend ist weniger Planwirtschaft als Physik. Wie sagt die dazu? Sie ist eindeutig: Energieübertragung und Speicherung über Elektrizität ist sehr ungünstig und der denkbar ineffektivste Weg. Energie wird immer am besten chemisch übertragen und gespeichert.

Wir sehen das an den Tankstellen: 60, 70 Liter Kraftstoff in ein paar Minuten in den Tank gefüllt treiben eineinhalb bis zwei Tonnen Auto 700, 800 Kilometer weit an.

Anders bei der Batterie: Eine Batterie zu laden bedeutet, eine chemische Reaktion auszulösen. Energiequelle: Strom. Chemische Reaktionen wiederum lassen sich nur mit höherem Druck oder Temperaturen beschleunigen. Dem allerdings setzen Materialien und Werkstoffe Grenzen. Das bedeutet: lange Ladezeiten. Andernfalls wird das Innenleben der Batterie durch mechanischen Stress beim Laden und Entladen zerstört. Die Netzinfrastruktur ist dafür überhaupt nicht ausgelegt. Das Schnellladen von E-Autos mit großen Batterien ist sowieso nur in begrenztem Umfang möglich. Wenn 8 oder 10 solcher Autos gleichzeitig an einem Ort Schnellgeladen würden, gingen in diesem Ort alle Lichter aus.


Die Zukunft des Automobils ist länger als seine Vergangenheit

Wenn es um die Zukunft geht, lassen sich die Menschen immer wieder von der Gegenwart bremsen. Weil es keine Wasserstofftankstellen gibt, sei das Autofahren mit Wasserstoff langfristig illusorisch, sagen die Skeptiker zu dieser unzweifelhaft zukunftsträchtigsten Kraftstoff-Technologie. Hätten wir dieselben Menschen vor 128 Jahren gefragt, ob das Automobil mit Benzinmotor eine Chance haben würde, wäre die Antwort gewesen: Wir haben zu wenig Apotheken, Benzin wird sich nie durchsetzen. Und? Tanken wir heute noch in der Apotheke wie einst Berta Benz auf ihrer mutigen Fahrt mit dem Motorwagen ihres Mannes Carl Benz von Mannheim nach Pforzheim?

Die Sicherung der automobilen Zukunft heißt langfristig Wasserstoff und Brennstoffzelle. Darüber sind sich alle führenden Autoingenieure einig. Auch wenn der Weg dorthin noch lange dauert. Dass nun die Japaner wie Hyundai und Toyota mit kaufbaren Brennstoffzellen-Fahrzeugen die Pole-Position einnehmen, zeigt deren Mut und zukunftsorientiertes Denken. Wenn man sich dagegen an BMW erinnert, jene Firma, die den Siebener mit Wasserstoffmotor mit zwölf Zylindern fast zur Serienreife entwickelt hatte, die Wasserstoff-Tankstelle am Münchner Flughafen und das Projekt aber ziemlich leise und fast schon verschämt eingestellt hat, kann durchaus fehlenden Mut konstatieren. Schade.

Zukunft erfordert also nicht nur Mut, Ideen und Innovationsfreude, sondern vor allem Fantasie. Sich vorstellen zu können, dass es einmal überall vollautomatische Wasserstoff-Zapfsäulen geben könnte, ist nur dann schwer, wenn man sich nicht für die Zukunft interessiert und im Heute verharrt. Dabei ist Zukunft so spannend und vielversprechend, weil sie schon morgen beginnt und wir jetzt die Weichen stellen müssen, wenn wir auch in 50 Jahren noch Auto fahren wollen. Und klar ist auch: Die Zukunft des Automobils ist länger als seine Vergangenheit.

Und wenn es um die Frage geht, womit unsere Kinder und Enkelkinder ihre Autos betreiben (die es mit Sicherheit so lange geben wird, wie es Menschen gibt), scheiden sich die Geister wie die Moleküle und Atome bei der Elektrolyse.

„Das Elektroauto ist tot“, lautete einmal die Überschrift in einer deutschen Tageszeitung, um im Artikel fortzufahren „ … das Auto der Zukunft fährt mit der Brennstoffzelle“. Entweder hat der Autor die Zusammenhänge nicht richtig verstanden oder er versteht unter Elektroauto wirklich nur das Auto mit Batterie. Wenn man die Menschen auf der Straße fragt, dann können die sich unter dem Autofahren mit Brennstoffzelle wenig vorstellen. Die beiden prinzipiell ähnlichen Systeme sind Ausdruck unterschiedlicher Betrachtungsweisen. Nicht jeder weiß, dass auch das Brennstoffzellen-Auto ein Elektrofahrzeug ist. Denn es fährt genauso mit Strom wie ein Batteriefahrzeug, der aber nicht aus einer Batterie kommt, sondern an Bord in der Brennstoffzelle mit Wasserstoff erzeugt wird.

Dass die Elektromobilität kurzfristig auf die Brennstoffzelle umsteigen kann, ist mangels Infrastruktur mit Wasserstoff-Tankstellen kurzfristig sicher nicht zu erwarten. Zumal weil die Ingenieure in den nächsten zwei Jahren wohl einen Reichweiten-Durchbruch mit echten 500 Kilometern Batterie-Reichweite schaffen werden. Damit ist das Batterie-Problem aber nicht ganz gelöst: Denn während die Betankung mit Wasserstoff etwa so lange dauert wie mit herkömmlichem Kraftstoff heute, wird die Ladezeit nach wie vor sehr viel länger dauern als eine Kaffeepause.